Umweltradioaktivität zum Anfassen: Radon im Boden

Viele Menschen haben von Radioaktivität nur eine diffuse Vorstellung. Radioaktivität ist zunächst etwas ganz Natürliches und kommt überall auf der Erde vor. Im kollektiven Gedächtnis bleiben von Radioaktivität oft nur die Gefahr und die negativen Auswirkungen von Strahlung übrig. Neben der natürlichen Radioaktivität finden sich in der modernen Medizin viele Anwendungen, von Diagnostik bis zu Krebstherapie, die sich die Radioaktivität oder Strahlung zunutze machen.Vor zu starker Radioaktivität sollte man sich allerdings schützen.

Der größte Teil der natürlichen Strahlung, der alle Personen ausgesetzt sind, stammt aus Radon. Radon ist ein Edelgas und entsteht natürlicherweise aus Uran. Da Uran in allen Böden und Gesteinen vorkommt, findet sich auch in jedem Erdboden Radon. Regional und lokal ist das Vorkommen in Abhängigkeit der jeweiligen Geologie und weiteren Einflussgrößen sehr unterschiedlich. Daher werden derzeit hessen- und deutschlandweit Messungen der Konzentration von Radon in der Bodenluft durchgeführt, um damit eine Karte zu erstellen. An diesen Messungen ist auch unsere Arbeitsgruppe an der THM beteiligt.

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Im Rahmen dieses Angebots führen wir genau solche Messungen an einem frei vereinbarten Ort durch, beispielsweise an Ihrer Schule. Hierzu wird zunächst ein 1 Meter tiefes, dünnes Loch gebohrt und dann im Erdboden mit unseren Messgeräten gemessen. Anschließend werten wir die Ergebnisse gemeinsam aus und ordnen sie ein. Auch weiterführende Informationen zum Thema Radon oder auch allgemeiner zum Thema Strahlenschutz sind auf Wunsch möglich.

Hauptzielgruppe sind komplette Kurse/Klassen, die sich gerade mit den Themen Radioaktivität oder Boden beschäftigen (beispielsweise Leistungs- oder Grundkurse in Physik, Chemie oder Erdkunde). Aber auch andere Gruppen können sich anmelden. Je nachdem, wie viele Messungen stattfinden und wie ausführlich die gemessenen Daten ausgewertet werden, dauert das Angebot einen halben bis einen ganzen Tag.

Zeitpunkt: Nach Vereinbarung, wetterabhängig ca. zwischen April und Oktober möglich
Dauer: Ein halber bis ganzer Tag
Ort: Nach Absprache (beispielsweise bei Ihnen an der Schule)
Teilnehmerzahl: in Kursstärke möglich, ca. 10 bis ca. 25 Personen

 

Anmeldung und
Kontakt

Hessisches Radonzentrum,
Fachbereich MNI
Dr. Benjamin Ebinger
Tel. 0641 309 2463
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