Zum Tag des digital gestützten Lehrens und Lernens am 26.09.2019 kamen mehr als 100 Interessierte an die Technische Hochschule Mittelhessen, um sich über die zahlreichen Möglichkeiten digital gestützten Lehrens und Lernens zu informieren und auszutauschen. Darunter waren Lehrende und Studierende der THM sowie benachbarter hessischer Hochschulen. Sie erhielten Einblicke in unterschiedlichste Praxisbeispiele, die an der THM bereits erfolgreich eingesetzt werden und tauschten sich intensiv über die individuellen Erfahrungen aus.

In Ihrer Begrüßung würdigte die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Frau Prof. Dr. Katja Specht, die zahlreichen Aktivitäten der Lehrenden im Bereich der Digitalisierung von Lehre und Lernen sowie die vielfältigen Unterstützungsangebote zum E-Learning und zur Medienproduktion an der THM. An diese bereits bestehenden Strukturen und Maßnahmen setzt das 2019 gestartete hessische Verbundprojekt „Digital gestütztes Lehren und Lernen in Hessen (digLL)“ an. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert im Rahmen dieses Verbundprojekts 11 hessische Hochschulen bis Ende Januar 2021 mit insgesamt rund zehn Millionen Euro. Gemeinsam mit den Verbundpartnern entwickelt die THM die didaktischen und technischen Voraussetzungen weiter, um die Möglichkeiten der digitalen Welt zielgerichtet und nachhaltig in Lehre und Studium zu integrieren.

In ihrer Keynote „Digitalisierung in der Hochschullehre – mehr als ein Modernisierungstrend!“ thematisierte Frau Dr. Barbara Getto vom Learning Lab der Universität Duisburg-Essen und Koordinatorin des Netzwerks E-Learning NRW die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Als Erfolgsfaktor hob sie dabei die Einbindung des Themas in die Gesamtstrategie der Hochschule hervor.

Die Teilnehmer.innen bekamen über innovative Tagungsformate die Gelegenheit, sich von Praxisbeispielen und Erfahrungsbeispielen inspirieren zu lassen. Verschiedene Lehr-Lernkonzepte wurden im „DisQspace“-Format“ - das für discussion, quality und space steht - unter der Leitfrage „Wie unterstützen digitale Medien einen aktiven Lernprozess?“ betrachtet und diskutiert. In anschließenden „Interactive Sessions“ konnten die Teilnehmenden selbst erste praktische Erfahrungen mit ausgewählten digitalen Tools (z.B. „Mahara“ zur Erstellung von E-Portfolios) sammeln. Eine intensivere Auseinandersetzung boten die folgenden Workshops zu Schwerpunktthemen wie die barrierefreie Gestaltung von digitalen Lernmaterialen, die Lernvideo-Produktion oder Potenziale von Virtual Reality in der Hochschullehre.

Der Tag endete mit einem Blick auf die Vision zum digitalen Lehren und Lernen. Frau Prof. Dr. Specht zeigte sich erfreut darüber, dass die skizzierten interaktiven Formate von den Teilnehmenden gut angenommen und damit das Ziel, die Vernetzung innerhalb und außerhalb der Hochschule zu diesem Thema zu fördern erreicht wurde.

Untenstehend finden Sie ein kurzes Video mit Impressionen des Tages sowie die Aufzeichnung der Keynote von Frau Dr. Barbara Getto.