Maßnahmen

Das Ziel der geplanten Maßnahmen lag im Ausbau der erneuerbaren Energien bei Bestandsgebäuden an den Standorten in Gießen und Friedberg


Bei der Untersuchung des Gebäudes A20 am Campus Gießen im Frühjahr 2018 wurde ein erhöhter Stromverbrauch festgestellt. Dies ist unter anderem auf die Ansiedlung des Fachbereichs Informatik und den betriebenen Serverräumen zurückzuführen. Der Stromverbrauch ist in den Sommermonaten durch die elektrisch betriebene Kältemaschine zur Kühlung der EDV-Räume höher als in den Wintermonaten.

Im Gebäude A5 am Campus Friedberg wurde bei einer Untersuchung ebenfalls festgestellt, dass durch die inhomogene Nutzung sowie dem Einsatz von CNC-Maschinen in einem der Gebäudetrakte der Stromverbrauch stark erhöht ist. Das Ziel der geplanten Maßnahmen lag im Ausbau der erneuerbaren Energien bei Bestandsgebäuden an den Standorten in Gießen und Friedberg. Durch den Einsatz von Photovoltaikanlagen und einer Ladeinfrastruktur wird ein wichtiger Schritt zu einer C02-neutralen Hochschule geleistet.

Weiterlesen: PV- Anlagen in Gießen und Friedberg


Am Campus Friedberg wurde analog zu Gießen ein Energieerfassungssystem implementiert

Am Campus Friedberg wurde analog zu Gießen ein Energieerfassungssystem implementiert. Dieses ist zur Analyse der Energieverbräuche und Entwicklung von Einsparmaßnahmen von großer Bedeutung. Ziel ist es, eine Grundlage für Wirtschaftlichkeitsberechnungen, energetische Sanierungen, Rechnungsprüfungen und Visualisierungen von Lastgängen zur Identifikation von Einsparpotenzialen am Campus Friedberg zu schaffen.

Weiterlesen: Implementierung eines Energieerfassungssystems


Gebäude D11

Das Gebäude D11 mit einer Hauptnutzfläche von 1.085 m² wurde im Jahr 2007 fertiggestellt. Der Energieverbrauch war u. a. aufgrund der Nutzung als Biochemielabore mit 485 kWh/m² Strom und 593 kWh/m² Wärme im Jahr 2016 auffällig hoch.

Nach intensiver Analyse wurden folgende Defizite in der Bestandstechnik festgestellt:

  • GLT Anbindung der Anlagen fehlerhaft, Systemupdate war notwendig
  • Die Laufzeiten der Anlagen konnten nicht an den Bedarf angepasst werden
  • Die Luftvolumenströme wurden lediglich stockwerksweise an den Betrieb angepasst (Labor- und Erhaltungsbetrieb)
  • Abluft der Digestorien im 24h Volllastbetrieb

Weiterlesen: Anlagenoptimierung D11


Pilotprojekt energetische Sanierung Gebäude A10

Die Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung bei Bestandsgebäuden ist einerseits vielseitig und komplex, andererseits aber auch durch einen hohen Wirkungs- und Effizienzgrad bei gleichzeitig - unter gewissen Randbedingungen - relativ geringem finanziellem Invest gekennzeichnet.

Um festzustellen, wo Energieeinsparmaßnahmen besonders effektiv umzusetzen sind, wurden Energieverbräuche erster Gebäude systematisch analysiert und den flächenspezifischen Verbräuchen gegenübergestellt. Für den Campus in Gießen wurde festgestellt, dass das Gebäude A10 sowohl den höchsten Gesamtenergieverbrauch als auch einen sehr großen flächenbezogenen Energieverbrauch aufweist. Für dieses Gebäude wurden anschließend die genauen Energieströme und die Nutzung des Gebäudes analysiert. Es zeichnet sich aus durch eine sehr inhomogene Nutzung (Labore für Physik und Chemie, Vorlesungsräume, Mensa, Pasteria, Büroräume etc.) und den daraus resultierenden unterschiedlichsten Anforderungen an die technischen Anlagen.

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Betriebsoptimierung Gebäude B21

Im Zuge des Projektes „Entwicklung eines Energiekonzeptes für eine CO2-neutrale Hochschule“ - kurz: ECO2 – wurde eine Betriebsanalyse und -optimierung der Lüftungsanlage im angemieteten Roxy Kino in Gießen durchgeführt.

Ziel war es, die Funktion der im Herbst 2016 neu installierten digitalen Gebäudeautomation zu überprüfen und geeignete optimierte Betriebsparameter zu ermitteln. Dadurch sollte ein erhöhter Nutzerkomfort bei reduziertem Energiebedarf ermöglicht werden. Grundlage der neuen Parameter waren Messungen der Raumtemperatur und der CO2-Konzentration während des Vorlesungsbetriebs. Diese wurden auch durch Studenten des Studiengangs „Gebäudesystemtechnik“ im Rahmen einer Projektarbeit durchgeführt und ausgewertet.

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Im Bereich „Mobilität“ wurde eine Projektskizze erstellt. Ziel des Projekts „ECOMMUTE“ ist die Untersuchung eines CO2-neutralen Pendelns zur THM. Hierbei wird besonderer Wert auf die Autarkie des Systems gelegt, sodass die gesamte benötigte Energie aus eigenen PV-Anlagen erzeugt wird. Das Projekt wird sich dabei das besonders günstige Verhalten der Berufspendler zu Nutzen machen, die tagsüber ihr Fahrzeug an der THM parken. So kann über den Tagesverlauf das Auto durch die PV-Anlage geladen werden. Zur Überbrückung bedeckter Tage wird ebenfalls ein Batteriespeicher installiert.

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