Pilotprojekt energetische Sanierung Gebäude A10Die Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung bei Bestandsgebäuden ist einerseits vielseitig und komplex, andererseits aber auch durch einen hohen Wirkungs- und Effizienzgrad bei gleichzeitig - unter gewissen Randbedingungen - relativ geringem finanziellem Invest gekennzeichnet.

Um festzustellen, wo Energieeinsparmaßnahmen besonders effektiv umzusetzen sind, wurden Energieverbräuche erster Gebäude systematisch analysiert und den flächenspezifischen Verbräuchen gegenübergestellt. Für den Campus in Gießen wurde festgestellt, dass das Gebäude A10 sowohl den höchsten Gesamtenergieverbrauch als auch einen sehr großen flächenbezogenen Energieverbrauch aufweist. Für dieses Gebäude wurden anschließend die genauen Energieströme und die Nutzung des Gebäudes analysiert. Es zeichnet sich aus durch eine sehr inhomogene Nutzung (Labore für Physik und Chemie, Vorlesungsräume, Mensa, Pasteria, Büroräume etc.) und den daraus resultierenden unterschiedlichsten Anforderungen an die technischen Anlagen.

Zur deutlichen Steigerung der Energieeffizienz sollen Maßnahmen umgesetzt werden, die sich durch

  • relativ geringen Aufwand an Zeit und Investitionskosten sowie
  • durch eine möglichst kurze Amortisationszeit

auszeichnen. Dies wird dadurch erreicht, dass die Gebäude- und Nutzeranalyse sehr genau und analytisch erfolgte, und zwar unter Beteiligung verschiedener spezialisierter Fachbereiche der THM und des Facility Managements. So werden beispielsweise thermische Gebäudesimulationen oder Einzelraumklimakonzepte berechnet und ausgewertet.
Auch wenn dies energetisch sinnvoll ist, liegt das Ziel dieser Maßnahmen gerade nicht darin, beispielsweise teure Komplettsanierungen oder vollständige Fassadensanierungen umzusetzen.
Folgende Einzelmaßnahmen wurden identifiziert und werden noch in diesem Jahr umgesetzt:


Das Pilotprojekt wird vom Land Hessen („Integrierter Klimaschutzplan 2025 – Innovations- und Strukturentwicklungsbudget“) mit 83.000,- € gefördert