THM-Orchester "Applied Sounds"

Das THM-Orchester "Applied Sounds" wurde im WS 2004/05 ins Leben gerufen. Es kombiniert klassische, moderne und Ethno-Musikintrumente und überwindet so stilistische Grenzen. Das Orchester wird geleitet von René Giessen, den international bekanten und erfolgreichen Dirigenten, Komponisten und Mundharmonikavirtuosen. Dem Orchester gehören Studierende, Mitarbeiter/innen und Professoren der THM sowie weitere Profis an. Das Repertoire reicht von klassischen Themen bis zur Rockmusik und begegnet diesen Genres mit einer vielschichtigen und abwechslungsreichen Klangwelt - eben den "Applied Sounds".

Im Mai 2006 führte eine Konzertreise zu den Partnerhochschulen nach Lviv in die Ukraine sowie nach Zielona Gora in Polen. Höhepunkt des Konzertjahres 2011 waren mehrere Auftritte an der Technischen Universität Tallinn, der Partnerhochschule der THM in Estland. 

Zur Verstärkung des Orchesters und zur Bereicherung des Sounds sind neue Mitspieler/innen jederzeit erwünscht, insbesondere auch Spielr/innen weniger bekannter und gehörter Musikinstrumente. Proben finden nach Absprache an Wochenenden statt. 

Die Gruppe

Rene Giessen, ein international bekannter und erfolgreicher Dirigent, schafft es mit seiner Lust an der Musik mit applied sounds die Weltmusik neu zu erfinden. applied sounds spielt Stücke aus dem Mittelalter bis in die Neuzeit und schafft es dabei seinen eigenen Still in die Stücke einfließen zu lassen. Dem Musikprojekt gehören Studierende, Mitarbeiter/innen und Professoren der THM an. Die Besetzung wird dem jeweiligen Projekt angepasst. So spielt applied sounds in einer großen Besetzung klassische Stücke und kann auch in einer dreier Formation „Jax“ Elemente zu einem Programm zusammenstellen.

Drums/Percusion


Schlagzeug


Die erste Kontaktnahme mit dem Schlagzeug im Musikuntericht der Realschule. Von dort an hat mich das Schlagzeugspielen nicht mehr losgelassen. 

Mit 15 Jahren Gründung einer ersten Band den "patiends". In dieser Crossover Band habe ich sechs Jahre gespielt. Diese Erfahrungen, seien es die Auftritte oder die CD-Aufnahmen in Dänemark, haben mein Spiel nachhaltig beeinflusst.

Neben meiner eigenen Musik habe ich einen vielfältigen Musikgeschmack. Doch eine Band bzw. ein Künstler hat mich in meiner Musikalischen Entwicklung beeinflusst. Ich bin ein großer Fan der Gruppe  "Genesis".  Gerade die unglaublichen Schlagzeug-Elemente der 70'er und 80' er Jahre haben meinen eigenen Stil geprägt.

Bei applied-souds zu spielen bedeutet für mich, meine eigene Entwicklung in das Projekt einfliessen zu lassen und von den Erfahrungen anderer zu profitieren.  

Hammond Orgel


Eine kurze Geschichte meiner Musik


Guter Klang fasziniert und fesselt mich.

Es gibt Musikstücke, wenn ich die höre, dann stellen sich beim mir die Haare. Da steckt ein emotionales Erlebnis, ein Gefühl dahinter. Das versuche ich, mit meiner eigenen Musik zu verwirklichen.

Deshalb mein Engagement für Applied Sounds.  

Das erste „richtige“ Instrument, das ich systematisch erlernte   -  nach Blockflöte und Mundharmonika  -  was das Akkordeon. Mit etwa 8 Jahren trat ich einem Akkordeon-Club bei und steigerte mich vom Anfängerorchester bis ins 1. Orchester. Konzerte führten u.a. nach Amsterdam und Berlin. 

Als Jugendlicher wurde ich vom Virus der Hammondorgel und deren Klang infiziert. Dieser Virus steckt heute noch in mir. „The Nice“ mit Keith Emerson an der Hammondorgel gab mit „Brandenburger“ den Zündfunken zur Explosion meines musikalischen Weltbildes. Jon Lord mit „Deep Purple“ und Rick van der Linden mit „Ekseption“ hinterließen mit ihren Symbiosen von Klassik und Rock gravierende Spuren in meinem eigenen musikalischen Wirken. 

Ich kaufte mir meine erste Elektroorgel (Vox Continental), baute und spielte jahrelang eine zweimanualige Dr. Böhm-Orgel und erreichte anschließend mit meiner Korg BX 3 nahezu den Sound einer Hammondorgel. Es kamen Synthesizer (Polysix, DX 7) hinzu mit den fantastischen Möglichkeiten, Sounds selbst zu kreieren.

Über ein Jahrzehnt leitete ich eine Sacro-Pop Gruppe und führte so moderne Lieder in die Kirchen verschiedener Gemeinden ein. Mit einer der ersten transportablen 8-Kanal-Bandmaschinen begleitete ich mehrere Jahre die „Frame Band“. Mit „Zambos Blues Band“ begeisterte ich mehr als 10 Jahre junge und Junggebliebene auf Geburtstagen, Open Air- und Jazz-Festivals.

Bei Applied Sounds bin ich seit Beginn an dabei. Und ich habe immer öfter das Gefühl, der Verwirklichung meiner musikalischen Träume immer näher zu kommen.

Johannes Ohlert 

eGuitar

Nicht unbedingt das Instrument welches bei einem Orchester zu finden ist, aber APPLIED SOUNDS (AP) ist auch kein normales Orchester.

Zur Gitarre kam ich durch einen gelangweilten Tag während den Weihnachtsferien. Nach kurzer Zeit mit Gitarrenunterricht als Grundschüler verstaubte "Das gute Stück" jahrelang in Schrank um von einem 16 jährigen wieder reaktiviert zu werden. Und siehe da, wenn man etwas machen will und Spaß daran hat geht alles wie von selbst. Einfach mal ein paar Akkorde draufgeschafft und die ersten Sachen von "Nirvana" und AC-DC geklampft. Kurze Zeit später musste die erste E-Gitarre her! Es folgenten schnell sie erste Band (Schulband), ein paar Gigs die nun betrachtet eher peinlich waren aber damals der Hammer! So steil ging es dann doch nicht weiter, aber Musik machen ist seither immer ein netter und angenehmer Teil um das Leben angeehm zu machen. Jamme sehr gerne mit anderen Musikern, man muss ja nicht immer gleich ne Band gründen! 

Zu AP kam ich durch unser damaliges Hochschulpräsidium. Da ich auch Kulturreferent im AStA der FH-Giessen war, wurde ich von der Hochschulleitung gefragt, ob ich bei einer Orchestergründung mithelfen würde. Naja - einfach mal gemacht. René getroffen, der sagte was er machen will, klang toll, Flyer ausgelegt und AP war geboren weil ein dirigierender Mundharmonikaspieler eine nette Idee hatte und ich diese auch toll fand. 

Angenehm bei AP ist, dass ich als Musiker viele Freiheiten habe und meine Vorlieben für Funk auch stark in den Gesamtsound von AP einbringen kann. Was natürlich auch nur durch die anderen Musiker möglich ist.

Zu AP kann ich nur sagen LIVE erleben!  

® mr. evil guitar roiteri

René Giessen

Kein Geringerer als der legendäre Dirigent Raphael Kubelik war der Entdecker von René Giessen. Er konnte es nicht glauben, als man ihm erzählte, dass ein 15-jähriger Junge im Stande war, die Zigeunerweisen von Pablo de Sarazate auf der chromatischen Mundharmonika zu musizieren. René Giessen spielte Kubelik dieses Stück vor und der große Dirigent war in der Folge der väterliche Berater von René Giessen. Giessen hatte damals schon große Erfolge im bereich des Sendegebietes des Bayerischen Rundfunks München und er strebte eine weitere Karriere als Mundharmonikavirtuose an. Kubelik riet ihm dennoch, seinen musikalischen Weg nicht in der „kleinen“ Harmoniakwelt zu gehen, sondern den Weg in die große Musikwelt zu suchen. Giessen folgt ihm. Er studierte ab 1963 an der staatlichen Musikhochschule München das Orchesterfach Klarinette. Durch einen Studienfreund hörte er nebenbei Komposition bei Günther Bialas und Dirigieren bei Jan Koetzier. Sein Dirigierstil ist jedoch heute noch geprägt durch Raphael Kubelik.

Die Tatsache, dass er den Weg in die Musik zunächst mit einer chromatischen Mundharmonika begonnen hatte, führte ihn trotz seiner Vorliebe für die großen Klassiker Mozart, Beethoven immer wieder in die Popularmusik. Mit seinen Einspielungen zu berühmten Filmen wurde der Klang seiner Mundharmonika weltberühmt. Nach dem Studium in München arbeitete René Giessen als Soloklarinettist in mehreren sinfonischen Orchestern. Nach jahrzehnte langer Tätigkeit als Soloklarinettist entschied sich Giessen die Tätigkeit als Komponist und Dirigent sowie als Mundharmonikasolist zu intensivieren.

Seine Welttournee zur Jahrtausendwende mit dem Harmonica Concerto von Haitor Villa Lobos, beginnend mit den Berliner Philharmonikern in der Berliner Philharmonie und endend mit dem Louisiana Philharmonic Orchestra New Orleans war ein sensationeller Erfolg. Die Orchester wurden zunehmend auf seine Kompositionen aufmerksam und so konnte er 2001 seine Phantasie über „Help, Help the Globulinks“ eine Homage an den großen amerikanischen Komponisten Giancarlo Menotti zur Uraufführung bringen, sowie 2002 sein New Orleans Concerto für drei Klarinetten und Orchester. Von 2003 bis 2005 folgten die Uraufführungen seines Flötenkonzertes „The Bird“ (Carol Brown Flöte), Windjammersuite für großes Orchester, der Eisenhans, sinfonische Dichtung für großes Orchester, das Violinkonzert (Jennysey Concerto) und die Rhapsodie für Klarinette und Streichorchester „Mandragora“. Komponiert für seinen Freund und Soloklarinettisten des WDR Köln Andy Miles. Die Komposition des Violinkonzerteswar für Ihn Anlass seinen Wohnsitz von Rhein/Main Gebiet (Frankfurt) nach Süddeutschland (Allgäu) zu verlegen. Hier gründete er 2005 eine Sommerakademie für hochbegabte Klarinettisten, bei welcher er in jedem Jahr die Klarinette in Relation zu anderen Instrumenten setzt. Beim ersten Forum 2005 wurde die Klarinette in Relation zu Streichinstrumenten gesetzt (Kammerorchester der Russische Staatsphilharmonie).

Durch seine Vita ist René Giessen in allen Stilarten zu Hause. Der Beweis dafür ist die Zusammenarbeit mit so unterschiedlichen Musikerpersönlichkeiten wie: Dimitri Tiomkin, Martin Böttcher, Frederic Talgorn, David Shalon oder György Kurtag. Die Tatsache, dass Cecilia Rodrigo, die Tochter des großen Spanischen Komponisten Joaquin Rodrigo René Giessen beauftragte, die Rhapsodie „Aldeas de Espana“ für Harmonica and Orchestra endgültig zu orchestrieren und zur Welturaufführung zu bringen, zeigt seine Bedeutung in der Musikwelt.