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- Für Lehrende, Studierende und alle Hochschulakteure der THM -

Sie wollen sich eine Pause gönnen und gleichzeitig etwas Neues erfahren? Dann sind Sie bei unseren Mittagsimpulsen - Time for TeachING richtig: Bei Kaffee und Tee erhalten Sie durch kurze Impulsvorträge, anregende Diskussionen und Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie Studierenden neue Ideen rund um das Thema Lehren und Lernen. Für Getränke und einen kleinen Snack ist gesorgt. Kommen Sie vorbei - wir freuen uns auf Sie! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 Während der Vorlesungszeit finden die Impulse donnerstag zur Mittagszeit statt.

13.05 - 13.55 Uhr: Impulsreferat und Diskussion

14.05 - 14.55 Uhr: Gelegenheit zum themenbezogenen Austausch

Ort: Campus Friedberg | Wilhelm-Leuschner-Str. 13| 61169 Friedberg | Gebäude A 4 | Raum 0.02

  Livestream der Veranstaltung im C50|0.28

 

09.11.2017: Gamification als Motivationshilfe zum regelmäßigen Lernen in der Studieneingangsphase
Prof. Dr. Stephan Weyers, Christopher Schölzel und  Janine Crow,  Sabine Fidorski, Anna Lisa Kuhn (THM)

Was, wenn Studierende so gerne lernen würden, wie sie Spiele spielen? Das ist vielleicht ein hoch gestecktes Ziel, aber keinesfalls so unerreichbar, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Bonusaufgaben können herausfordernde Quests darstellen; Der Orkschamane Brutus und der zwergische Runenschmied Greedy sorgen für Spaß und geben den Veranstaltungsinhalten Wiedererkennungswert; Und wenn man mit dem Erreichen des nächsten Levels ein Thema ganz aus der Klausur streichen kann, dann macht man vielleicht auch noch ein oder zwei Aufgaben mehr.

In diesem Mittagsimpuls werden zwei Veranstaltungskonzepte gezeigt, die im Sommersemester 2017 an der THM zur Steigerung der Lernmotivation mit Mitteln des Game-Design eingesetzt wurden.

16.11.2017: Service Learning – Soziales Engagement ins Studium integrieren
Stefanie Hillesheim (THM)

Service Learning ist ein innovatives Lehr-Lernformat, das akademisches Lernen an der Hochschule mit gemeinnützigem Engagement verbindet. Die Studierenden befassen sich in konkreten Projekten mit gesellschaftlichen Herausforderungen und wenden dabei ihr erworbenes Wissen an.

Der Mittagsimpuls befasst sich mit der Idee hinter dem Konzept und zeigt den Mehrwert für Hochschule, Studierende und Gesellschaft auf. Es soll ein Einblick in das Spektrum an Aktivitäten geboten werden, wie der Erwerb fachlicher und überfachlicher Kompetenzen mit gesellschaftlichem Engagement im Studium verknüpft werden kann.  In der anschließenden Diskussion sollen Ideen gesammelt und diskutiert werden, wie das Konzept an der THM eingesetzt werden könnte.

23.11.2017: Mit Scannerklausuren in großen Lehrveranstaltungen effizient und vielseitig prüfen Maria Siegert (THM)

  Achtung: Gebäude A4|Raum 0.02

Seit Herbst 2015 bietet die THM hochschulweit ihren Lehrenden die Möglichkeit mit der Software EvaExam Scannerklausuren wie gewohnt auf Papier zu schreiben, die ausgefüllten Klausuren einzulesen und am Rechner (zum Teil automatisch) auszuwerten.

Der Mittagsimpuls stellt Ihnen sowohl die Möglichkeiten der Software vor als auch die Erfahrungen, die wir in den vergangenen zwei Jahren im Einsatz gesammelt haben. Die Akzeptanz dieser Klausurform wird anhand einer Studierendenbefragung aus dem Sommersemester 2017 belegt.

30.11.2017: Die Lernfabrik als reale Lernumgebung
Prof. Dr. Udo Fiedler und Daniela Kamutzki (THM)

Achtung: Gebäude A5|Raum 0.14

Ergebnis vieler Gespräche mit Studierenden nach der Praxisphase bzw. der Abschlussarbeit ist, dass in der Industrie notwendige Methoden wie z.B. Lean Management nur unzureichend während des Studiums erlernt wurden.

Die Idee der Lernfabrik ist, eine Modellfabrik zu erstellen, welche alle wichtigen Schritte in einer durchgehenden Produktionsprozesskette beinhaltet. Sie beginnt bei der Konfiguration eines Produkts, geht über die Lagerlogistik, Fertigung und Montage und endet bei der Qualitätskontrolle. Teilnehmer der Lernfabrik können somit die Prozesse eines produzierenden Unternehmens auf kleinem Maßstab erleben. Durch Lernmodule, die in verschiedenen Lehrveranstaltungen eingebaut werden, kann somit theoretisches Grundlagenwissen mit praktischem Einüben in der Lernfabrik verknüpft werden. Die Studierenden lernen ebenfalls, Methoden zur Produktionsoptimierung wie z.B. Lean Production anzuwenden und sind somit gut für den Berufsstart vorbereitet.

Neben der „analogen“ Prozesskette wird die Lernfabrik auch ein digitales Abbild im Sinne der Industrie 4.0 erhalten.

Bei den Mittagsimpulsen werden vor Ort die ersten Ansätze und Erkenntnisse der Lernfabrik präsentiert und exemplarisch demonstriert, wie die Lernfabrik als reale Lernumgebung die Studierenden unterstützt, ihre Erkenntnisse später in das Unternehmen weiterzutragen.

07.12.2017: Mit der Reflect.UP-App durch die Studieneingangsphase
Alexander Knoth (Uni Potsam)

(s. hierzu auch den Workshop "Internationalisierung durch Digitalisierung". Weitere Infos und Anmeldung unter Weiterbildungsveranstaltungen (interne Seminare)

Studienanfänger.innen werden zu Beginn ihres Studiums mit gänzlich neuen Herausforderungen konfrontiert: Die Orientierung in den Hochschulstrukturen, neue Formen des Lehren und Lernens sowie damit verbunden der Umgang mit neuen Kompetenzanforderungen. Der Organisation Hochschule ist daran gelegen, Studienabbrüche zu vermeiden, Studierende bestmöglich zu unterstützen und der Kompetenzorientierung verstärkt Rechnung zu tragen. Gerade hierfür bieten digitale Werkzeuge neue Möglichkeiten, um einerseits Wissen zu vermitteln und die Ausbildung basaler wissenschaftlicher Kompetenzen wie bspw. der Reflexionskompetenz zu fördern und andererseits situativ Wissen darüber zu generieren, wie Studierende mit diesen neuen Herausforderungen zurecht kommen. Die mobile Applikation Reflect.UP der Universität Potsdam bringt Studierende und ihre Universität eng und unmittelbar zusammen und ermöglicht wechselseitiges „Lernen“. Studierende werden dabei unterstützt, einen guten Einstieg in das Studium zu finden und den weiteren Studienverlauf (selbst-)bewusst zu bewältigen.

14.12.2017: Workload und motivationale Grundlagen des Studierverhaltens mit anschließender Diskussion Reform der Lehrorganisation durch "Verblockung" von Modulen
Prof. Dr. Rolf Schulmeister (Universität Hamburg) und Dr. Christiane Metzger (FH Kiel)

 

(s. hierzu auch den Workshop "Mythen des Lernens". Weitere Infos und Anmeldung unter Weiterbildungsveranstaltungen (interne Seminare)

900 - 600 = 900? Wussten Sie, dass 20 ECTS pro Semester völlig ausreichen, um das Studium zu bestehen? Studien, die die Workload im Bachelor mittels der Zeitbudget-Methode (und nicht per Befragung oder Selbstbericht) erforscht haben, führen zu der überraschenden Einsicht, dass der Einsatz von viel Zeit nicht entscheidend ist für den Lernerfolg, sondern das Studierverhalten und die Motivation (vgl. die Ergebnisse des ZEITLast-Projekts; Schulmeister & Metzger, 2011 und 2017).

Empirische Analysen studentischer Workload zeigen, dass die Zeit, die Studierende im Studium aufwenden, nicht mit den Prüfungsnoten korreliert. Differenziert man jedoch nach Präsenz und Selbststudium, zeigt sich überraschenderweise, dass die Anwesenheit in Lehrveranstaltungen mehr zum Lernerfolg beiträgt als das Selbststudium. Differenziert man zudem die Studierenden aufgrund ihres Motivationsprofils, so werden mehrere Verhaltenstypen erkennbar, die sich nach Zeiteinsatz und Lernerfolg unterscheiden.

Der Impulsvortrag wird die Daten aus über 30 Stichproben illustrieren, in denen Zeitbudgets jeweils fünf Monate lang täglich erhoben wurden, und die dabei festgestellte hohe Varianz in Präsenz und Selbststudium im Hinblick auf Motivation und Studierverhalten diskutieren. Didaktische Konsequenzen für die Lehrorganisation wird die anschließende Diskussionsrunde beleuchten:

Diskussion: "Reform der Lehrorganisation durch "Verblockung" von Modulen"

Unterschiedliche Motivationslagen Studierender bringen unterschiedliches Lernverhalten mit sich: Gerade Selbststudienleistungen werden von Studierenden häufig nicht in der Weise erbracht, wie Lehrende sich dies vorstellen. Die Reorganisation der Lehre ist an verschiedenen Hochschulen eine Maßnahme, um auf die verschiedenen Motivationslagen Studierender besser eingehen zu können und ein kontinuierliches Lernen zu unterstützen: Die Module finden nicht mehr alle parallel zueinander statt, sondern jeweils nacheinander als Block über mehrere Wochen. Welche Erfahrungen liegen mit dieser Art der Lehrorganisation vor? Worin liegen die Vorteile und worin die Herausforderungen bei der Neukonzeption und Durchführung der Lehre? In der Diskussionsrunde wird das Konzept der „geblockten Module“ kurz präsentiert und zur Diskussion gestellt.

21.12.2017: Offene Lehr-Lern-Werkstatt und Jahresausklang

Die offene Lehr|Lern-Werkstatt bietet Lehrenden und Studierenden die Gelegenheit, individuelle Anliegen, Ideen und Fragestellungen gemeinsam oder in einem persönlichen Gespräch mit Vertreter/-innend des ZekoLL zu bearbeiten. Je nach Anliegen besteht auch die Möglichkeit, bestimmte Themen im Rahmen einer kollegialen Beratung zu bearbeiten. Bei Bedarf können Folgetermine ausgemacht werden, um konkrete Lehrentwicklungsvorhaben zu konzipieren oder weiter zu entwickeln und umzusetzen.

11.01.2018: Screencasts in der Lehre: Lernvideos selbst erstellen
Prof. Dr. Kristof Obermann und Daniel Erl (THM)

Mit Hilfe von Videos können Lerninhalte anschaulich vermittelt werden.  Sie sind eine attraktive Möglichkeit, um Studierende zum Selbststudium zu bewegen und sie zur Vor- und Nachbereitung von Lerninhalten zu motivieren. Unter Screencasts versteht man vertonte Bildschirmaufzeichnungen. Dieser Typ Lernvideo lässt sich mit überschaubarem Aufwand  auch selbst am eigenen PC erstellen. 

Im Rahmen der Mittagsimpulse wird zunächst Herr Prof. Dr. Kristof Obermann (THM) von seinem Lehrprojekt berichten, für das er erfolgreich Screencasts produziert und eingesetzt hat.  Anschließend wird das Thema „Lernen mit Videos“  aus hochschuldidaktischer Perspektive beleuchtet und die Unterstützungsangebote des ZekoLLs in diesem Bereich vorgestellt.

18.01.2018: Labor-Protokolle transparent bewerten - Einstieg in das wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben
Dr.-Ing. Silvia Faßbender (TU Darmstadt)

Laborprotokolle sind Bestandteil fast aller naturwissenschaftlichen Praktika. Vielen Studierenden fällt das Schreiben dieser Protokolle schwer. Um den Einstieg ins wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben zu erleichtern, hat die Materialwissenschaft der TU Darmstadt ein neues Bewertungsschema entwickelt. Einheitliche Bewertungskriterien und Korrekturgrundlagen bereiten die Studierenden auf das Schreiben wissenschaftlicher Texte vor. In den Mittagsimpulsen werden das Konzept und die Kriterien vorgestellt sowie die Chancen und Herausforderungen diskutiert.

25.01.2018: Abschluss und Ausblick

Gemeinsamer Rückblick mit Auswertung auf das Semester sowie Themensammlung für das kommende Semester. Ihre Meinung und Ideen sind gefragt!