Liebe Studierende, liebe Lehrende, liebe Mitarbeitende, THM katja specht 10 2020

die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) setzt sich aktiv mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) bei Prüfungen auseinander und arbeitet kontinuierlich daran, diesen durch Arbeitsgruppen, Workshops und Schulungen unter der Beteiligung von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden aus der Verwaltung weiterzuentwickeln.

Sie suchen Unterstützung in der Frage, wie Sie KI-Anwendungen im Sinne guter wissenschaftlicher Praxis in schriftlichen Prüfungen wie beispielsweise Seminar- und Hausarbeiten sowie Thesen einsetzen dürfen? Mithilfe des vorliegenden Dokuments liefern wir Ihnen Antworten auf diese Frage. Der Einsatz von KI ist in praktischen Berufsfeldern bereits üblich, um Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten. Für Sie ist der Erwerb von Kompetenzen im Umgang mit KI-Anwendungen ebenfalls essenziell. Bezogen auf einen Hochschulkontext betrifft dies wissenschaftliche Arbeiten, Forschungsprozesse und schriftliche Prüfungen. Gleichzeitig ist es Ihre und unsere Aufgabe, individuelle Fähigkeiten zur fachlichen Durchdringung, Analyse, Reflexion und Weiterentwicklung komplexer Themen zu entwickeln und zu bewerten.  Es ist daher unumgänglich, zentrale Schritte in Ihren Forschungsprozessen, wissenschaftlichen Arbeiten und schriftlichen Prüfungen eigenständig, d. h. ohne den Einsatz von Hilfsmitteln wie KI-Anwendungen, durchzuführen. Um beiden Aspekten, dem Aufbau von KI- sowie individueller fachlicher Kompetenzen, gerecht zu werden, regelt die THM den Einsatz von KI differenziert und transparent. Die Zulässigkeit von KI-Anwendungen als Hilfsmittel wird hierbei sowohl THM-weit als auch modulbezogen festgelegt.

Ich bedanke mich herzlich bei der AG zum Umgang mit Täuschungen und Plagiaten, die wichtige Impulse beigetragen hat. Mein ganz besonderer Dank geht an Prof. Dr. Juliane Staubach (WI), Dipl.-Bibl. (FH) Andrea Thiel (stellvertretende Leitung Hochschulbibliothek), Prof. Dr. Thorsten Dick (MNI/trmd), Prof. Dr. Benedikt Model (MNI/ trmd), Mirai Alhaddad (Masterstudierende EI), Dipl.-Jur. Univ. Ute Bringezu (Leitung Referat ZPA), Carina Hoppe B. A. (ZPA) und Dipl.-Jur. Univ. Franziska Vogt (ZPA), die wertvollen fachlichen Input geliefert und aktiv an der Erstellung dieses Dokuments mitgearbeitet haben.

Ich hoffe, dass Sie beim Lesen viele wertvolle Erkenntnisse gewinnen und diese erfolgreich in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit und bei schriftlichen Prüfungen umsetzen können. Die Empfehlung wird zunächst für ein Jahr als Probelauf umgesetzt.

Herzliche Grüße
gez. Prof. Dr. Katja Specht

 Vizepräsidentin für Studium und Lehre