Evaluation des Zusammenhangs von schulischer Vorbildung und Studienerfolg (ESUS)

  • Wie kommen die Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen mit den Anforderungen eines Studiums zurecht?
  • Gibt die Schule die nötigen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Übergang mit?
  • Wie kann die Hochschule die unterschiedlichen Bildungswege besser berücksichtigen?

Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) geht diesen Fragen gezielt und systematisch in Zusammenarbeit mit sechs Kooperationsschulen nach.

Idee - Ausgangssituation

Schulen und Hochschulen sind immer stärker gefordert, den Übergang zwischen beiden Bildungsinstitutionen nahtloser, transparenter und effektiver zu gestalten.
Dazu gehört auf Hochschulseite das Wissen um Leistungsprofile und Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern und auf schulischer Seite die Kenntnis von zukünftigen Studienanforderungen. Dieses Wissen voneinander ist nur sporadisch vorhanden und wird meist nur im Einzeldialog vermittelt. Es fehlen auf beiden Seiten systematische Erkenntnisse über erfolgskritische Variablen und wie diese zu gestalten sind.

Angestrebtes Ziel - Nutzen

Die Hochschule erwirbt Erkenntnisse darüber, ob und welche schulisch erworbenen Qualifikationen zu Erfolgs und Misserfolgskriterien im Studienverlauf werden und kann entsprechend darauf reagieren.

Die beteiligten Schulen erhalten eine Rückmeldung zu den Leistungsergebnissen ihrer ehemaligen Schülerinnen und Schüler, um daraus Rückschlüsse auf ihren schulischen Standard ziehen und Anpassungen vornehmen zu können.

Die Studienergebnisse sollen folgende Maßnahmen optimieren:

  • passgenauere Abstimmung von Lehrinhalten und -formen beider Institutionen
  • transparente Darstellung der Studienanforderungen in den erfolgskritischen Merkmalen
  • gezielte Studienorientierungsberatung
  • zielführende studienbegleitende Unterstützungsangebote (z.B. Brückenkurse, Tutorien, etc.)

Umsetzung

Für die systematische Untersuchung kooperiert die Technische Hochschule Mittelhessen mit sechs regionalen Schulen verschiedener Schulformen.
Allen Studienanfängerinnen und -anfängern dieser Schulen wird angeboten, an der Studie teilzunehmen.
Nach Erhebung eines differenzierten Eingangsprofils (Schulform, Schulnoten verschiedener Fächer, Leistungsmotivation, Bildungshintergrund, Studienmotivation etc.) werden die Variablen mit Leistungsdaten zu verschiedenen Zeitpunkten im Studienverlauf korreliert. Qualitative Analysen subjektiver Einschätzungen von Schwierigkeiten und Erfolgskriterien ergänzen das Design.

Expertenrat

Ein Expertenrat aus Schulvertreter/innen der kooperierenden Schulen begleitet die Studie. Die enge Zusammenarbeit sichert den Diskussionsprozess von
beiden Seiten der am Übergang beteiligten Institutionen und erlaubt einen direkten Rücktransfer der Ergebnisse in die beteiligten Schulen.

Projektlaufzeit

Die Studie ist im Herbst 2013 gestartet. Der Abschlussbericht ist für Dezember 2017 geplant.

Die Projektbeteiligten

  • Die Technische Hochschule Mittelhessen
  • Die Kooperationsschulen
    Friedrich-Dessauer-Schule | Limburg
    Goetheschule | Wetzlar
    Johann-Philipp-Reis-Schule | Friedberg
    Theodor-Litt-Schule | Gießen
    Weidigschule | Butzbach
    Werner-von-Siemens-Schule | Wetzlar

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Projektflyer im PDF Format

Gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK)

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