Ingeniería Mecánica in Jaén, SpanienIMG 9417

 

 

Steckbrief

  • Miles Skeletti
  • Maschinenbau
  • 5. Semester
  • Ingeniería Mecánica an der Universidad de Jaén
  • Jaén, Spanien
  • Erasmus-Auslandssemester 2014/15
  • FB 03 – ME – Gießen

Vorbereitung

Die Vorbereitung auf das Auslandssemester hat bei mir schon sehr früh begonnen. Schon während der Immatrikulierung wusste ich, dass ich mindestens ein Semester im Ausland verbringen möchte. Die Frage war also nicht ob ja oder nein sondern nur wann und wo.
Zuerst habe ich dazu das International Office besucht. Dort wurde mir ein Heftchen mit den für meinen Fachbereich möglichen Standorten ausgehändigt. Die Wahl fiel dann schließlich im dritten Semester auf Spanien. Somit war auch klar, dass ich mein fünftes Semester (wegen der Unterschiede von deutschen zu spanischen Vorlesungszeiten) im Ausland verbringen würde. Im Anschluss daran habe ich über die Webseite der Universidad de Jaén Kurse ausgewählt und vom Fachbereich unterzeichnen lassen.
Zur Sprach-Vorbereitung absolvierte ich im vierten Semester einen Sprachkurs (Spanisch A1) an der THM.
Meine Wohnung fand ich damals über meine Mitbewohnerin, deren Freundin zwei Jahre zuvor in Jaén gelebt hatte.
Unmittelbar vor der Abreise gab es schließlich noch die Abschiedsfeier und dann ging es los.

Wohnen

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In Jaén angekommen, lernte ich zunächst meine beiden spanischen Mitbewohner kennen. Die ersten Wochen waren sehr lustig, da wir oft nur mit Händen und Füßen kommunizieren konnten.
Etwas später zog noch ein italienischer Erasmusstudent ein und komplettierte damit die WG.
Insgesamt waren wir also zu viert, hatten zwei Bäder, einen Waschraum und ein riesiges Wohnzimmer mit Balkon. Der Preis dafür lag bei 170 € zzgl. Wasser, Strom und Internet.

 

Fachliche Erfahrungen

Nachdem ich dort ein paar Tage Zeit hatte um die Stadt zu erkunden, begann montags die Uni.
Ich lernte meinen Auslandskoordinator kennen, welcher mir dann auch dabei half die passenden Kurse für mich zu finden. Von den anfänglich gewählten Kursen habe ich letztendlich nur einen behalten. Die Änderungen des Learning Agreements mussten der THM mitgeteilt werden.
Der letzte organisatorische Schritt war die endgültige Immatrikulation an der Gasthochschule. Nachdem dies abgeschlossen war, begann ich die Vorlesungen zu besuchen. Schnell merkte ich den Unterschied zwischen Fachhochschule und Universität. Wir mussten jede Woche mehrere Hausarbeiten schreiben und zusätzlich dazu Referate halten. Am Ende des Semesters wurde in jedem Fach eine Klausur geschrieben. Die Abschlussnote errechnete sich dann aus allen Teilnoten.

Freizeit in Jaén

Nichtsdestotrotz blieb immer nochIMG 7595genügend Zeit für andere Aktivitäten. Zum Beispiel trat ich dem Volleyballteam der Universität bei und spielte zweimal in der Woche mit einer Gruppe Erasmus-Studenten Fußball. Des weiteren begann ich zu klettern und zu wandern.
Neben unzähligen Treffen zum Tapas-Essen, sind wir fast jedes Wochenende in eine andere Stadt gereist. Wir erkundeten Sevilla, Malaga, Madrid, Barcelona, Lissabon, Sagres, die Sierra de Cazorla, die Sierra Nevada, Granada, ... .
Möglichkeiten in Jaén auszugehen gab es trotzdem genug. Was mir am besten an der Zeit im Ausland gefallen hat ist, dass man unzählige Freunde, von überall auf der Welt findet. So zum Beispiel auch meine Mitbewohner.
Ein Wochenende luden sie uns in „ihr“ Dorf ein. Wir fuhren alle zusammen nach Arroyo Frío und verbrachten das Wochende zusammen. Tagsüber erkundeten wir die Sierra de Cazorla: wanderten die Ruta Laguna de Valdeazores und machten „barranquismo“ (engl. Canyoning). Wir wurden sehr enge Freunde und haben uns fest vorgenommen uns in der Zukunft wiederzusehen.

Interkulturelle Erfahrungen

Ein anderes Ereignis, welches mich direkt zu Beginn meines Aufenthaltes erstaunt hat, war folgendes: Ich war auf dem Weg nach Hause von der Universität, als mich drei spanische Studenten/innen ansprachen. Es war zu diesem Zeitpunkt ca. 13 Uhr. Sie hatten gehört, dass ich Ausländer bin und waren neugierig. Nach ein wenig Smalltalk luden sie mich in eine Tapasbar ein, in welcher wir bis 16 Uhr zusammen (s)aßen.

Fazit

Die Offenheit und Freundlichkeit der Spanier hat mich immer wieder fasziniert. Sie war Teil meiner interkulturellen Erfahrung und für die Zukunft habe ich mir vorgenommen ein wenig dieser Aufgeschlossenheit auch in Deutschland zu zeigen.