Praktikum bei Viessmann Inc. in Waterloo, Kanada20151105 144240

 

Steckbrief

  • Christian Wismach
  • BWL Mittelstandsmanagement
  • 5. Semester
  • Auslandspraktikum bei Viessmann Inc.
  • Waterloo, Kanada
  • PROMOS-Stipendium 2014
  • ZDH – Studium Plus – Wetzlar

Vorbereitung

Schon zu Beginn meines Studiums stand für mich fest, dass ich im Rahmen des dualen Studiums einen Auslandsaufenthalt mit Viessmann, dem kooperierenden Partnerunternehmen, anstreben würde. Das hängt damit zusammen, dass ich ein sehr reiselustiger Mensch bin und ich es mir als Ziel gesetzt habe ins Ausland zu gehen.
Da die Firmenzentrale selbst irgendwo im Nirgendwo ist, habe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten auf ein Praktikum im Ausland hingearbeitet. Nach Abstimmung mit der Personalabteilung habe ich einige Initiativbewerbungen rausgeschickt. Kanada war die Wunschdestination und ist es glücklicherweise letztlich auch geworden, weil ich bei Viessmanns kanadischer Tochtergesellschaft genommen wurde.

Entscheidung für eine Abteilung

Bereits während der Vorbereitung durfte ich mich für eine Abteilung entscheiden, wobei mir die Abteilungen „Logistik“, „Engineering“ und „Marketing“ für ein Praktikum angeboten wurden. Aufgrund meines bisherigen Studienverlaufs entschied ich mich für das Marketing und diese Entscheidung war rückblickend auch Gold wert.

Visum

Bereits wenige Wochen nach meiner Zusage bekam ich von meinem kanadischen Arbeitgeber alle für das kanadische Konsulat notwendigen Unterlagen, um ein Visum beantragen zu können. Hierzu sei gesagt, dass man sich möglichst frühzeitig um das Visum kümmern sollte, da es jeweils für das kommende Jahr vergeben wird und hierfür kein fixer Termin zur Vergabe feststeht. Das Kontingent wird jeweils Ende November I Anfang Dezember eröffnet und man verfährt hierbei nach dem Prinzip „First in First out''. Sprich: Wer sich zuerst bewirbt, wird auch zuerst bearbeitet und bekommt somit auch schneller ein Visum. Möchte man ein Praktikum machen, benötigt man zusätzlich noch eine Arbeitserlaubnis. Der komplette Bewerbungsprozess findet ausschließlich online über das kanadische Konsulat statt.

Wohnen

Da die kanadische Tochtergesellschaft für Praktikanten (egal ob für Viessmann-interne oder externe Studierende) sehr beliebt ist, sind in der Regel das ganze Jahr über Praktikanten aus Deutschland vor Ort. So habe ich glücklicherweise von meiner Vorgängerin Tipps zum Finden einer geeigneten Unterkunft bekommen. Diese hat wie auch ich bei einem jungen Pärchen gewohnt. Das war praktisch, da ich sofort Kontakte knüpfen konnte und auch den einen oder anderen Abend mit gemeinsamem Kochen oder DVDs schauen verbringen konnte.
Bereits bei meiner Ankunft in Toronto holte mich ein Mitarbeiter von der kanadischen Tochtergesellschaft ab und fuhr mich zu meiner Gastfamilie.

Fachliche Erfahrung

An meinem ersten Tag wurden mir alle Kollegen vorgestellt. Weil sich mein Praktikum um eine Woche mit einer anderen Marketing-Praktikantin überschnitt, konnte Sie mir gleich zu Beginn wertvolle Tipps geben.
Prinzipiell wurde ich sofort integriert und nach ein paar Tagen Kennenlernen auch mit anspruchsvolleren Aufgaben betraut. Generell sind die Kanadier ja sehr gastfreundlich. Insofern habe ich das Team in Waterloo ein Stück weit wie eine große Familie empfunden.
Ein kurzes Beispiel: Wenn es mal am Vorabend länger wurde und man statt um 9:00 um 9:20 aufschlug, klingelte schon mal um 9:15 Uhr das Telefon und ein Kollege fragte nach dem Rechten. Auch wurde ich bereitwillig von a nach b gefahren, da ich als Praktikant kein Auto hatte.

Alltag und Freizeit in Kanada

DSC 1108Mein Alltag sah so aus, dass ich von Montag bis Freitag von 08:30 - 17:00 Uhr arbeiten ging. An dieser Stelle sei auch festzuhalten, dass der durchschnittliche Jahresurlaub in Kanada bei 15 Tagen liegt und nicht wie meist in Deutschland bei 30 Tagen.
Die Freizeit habe ich genutzt um über vorwiegend verlängerte Wochenenden mit Fernbussen zu reisen und so das Land zu erkunden. Diese sind in Kanada recht populär und ermöglichten mir für verhältnismäßig wenig Geld viel zu sehen. Somit habe ich mehrfach Toronto, Montreal, New York (hauptsächlich Manhattan), Hamilton oder die Niagara Falls gesehen.
Prinzipiell wird man, wenn man offen auf die Kollegen zugeht, auch recht gut in deren Freizeitplanung integriert. Vor allem erinnere ich mich dabei an spannende Laser-Tag Nächte...

Fazit

Alles in allem hat mich meine Zeit in Kanada in vielerlei Hinsicht bereichert: ob in kultureller Hinsicht, dem Leben in einem fremden Land, der Praxiserfahrung in Englisch, dem Knüpfen von Kontakten in Kanada oder schlicht und ergreifend in der nun noch stärker ausgeprägten Unabhängigkeit und Selbstständigkeit.