Betriebswirtschaft

  • StudienmodellBachelor
  • StudienbeginnWinter- und Sommersemester
  • Regelstudienzeit7 Semester
  • ZulassungsmodusNumerus Clausus (NC)
  • StudienortGießen
  • Kosten/BesonderheitenSemesterbeitrag

Der Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft bereitet auf berufliche Tätigkeiten in Wirtschaft und Verwaltung vor, für die die Anwendung wirtschaftswissenschaftlicher Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden erforderlich ist.

Studienziel

Der praxisorientierte Bachelorstudiengang vermittelt generalistische betriebswirtschaftliche Kenntnisse und ermöglicht eine maßvolle Spezialisierung.

In der ersten Studienhälfte (1. bis 4. Semester) wird ein solides Fundament an betriebswirtschaftlichem Fachwissen sowie in angrenzenden Fachgebieten wie Recht und Informatik vermittelt. In der Spezialisierungsphase ab dem 4. Semester entscheiden sich die Studierenden für zwei Schwerpunkte mit je vier Modulen oder für einen Schwerpunkt und vier Wahlmodule.

Bei dem Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft handelt es sich um einen international anerkannten Studiengang. Ein beträchtlicher Teil der Studierenden absolviert ein Semester an einer ausländischen Partnerhochschule oder verbringt das Praxissemester im Ausland.

Perspektiven

Für Absolventinnen und Absolventen der Betriebswirtschaft gibt es eine norme Vielfalt an Berufsmöglichkeiten. Jobchancen bestehen in großen, oft international agierenden, sowie vor allem auch in kleinen- und mittelständischen Unternehmen. Ein Berufseinstieg kann sich am eigenen Interesse an unterschiedlichen Branchen oder auch an verschiedenen Bereichen in einem Unternehmen orientieren.

Studienprogramm

Es sind insgesamt 210 Creditpoints zu erwerben.

Am Ende des Studiums erwartet Sie eine mehrwöchige Praxisphase. Diese wird in der Regel in einem Unternehmen abgeleistet. (Ordnung siehe Regelung in der Prüfungsordnung)

Mithilfe eines „Mobilitätsfensters“ haben die Studierenden des Bachelorstudiengangs Betriebswirtschaft der THM die Möglichkeit, mindestens ein Semester an einer ausländischen Hochschule ohne Studienzeitverlängerung zu verbringen. Dies kann im 6. und 7. Semester anstelle der Praxisphase stattfinden. Der studienbezogene Auslandsaufenthalt ist dabei von der oder dem Studierenden selbst zu organisieren.

Für Studierende ohne bzw. ohne ausreichende Vorkenntnisse werden Brückenkurse in Buchführung, Englisch, IT-Anwendungen und Mathematik angeboten.

Studienprogramm

1

MODULSWSCrP
Grundlagen der BWL 4 6
Marketing 4 5
Einführung in das Rechnungswesen 4 5
Mathematik 4 6
Business English Basics (B1/B2) 2 2
Wirtschaftsinformatik 2 4
Arbeiten im Team 2 2
GESAMT 1. SEMESTER 22 30

Das detaillierte Studienprogramm entnehmen Sie bitte dem Studiengangsflyer und dem Modulhandbuch. Der THM Organizer bietet Ihnen direkten Zugriff auf die Stundenpläne des aktuellen Semesters.

Schwerpunkte / Wahlmöglichkeiten

Controlling

Das Controlling unterstützt das Management eines Unternehmens bei der Planung, Steuerung und Kontrolle der im Leistungs- und Finanzbereich ablaufenden Prozesse. Dabei geht es im Wesentlichen um zwei Fragestellungen:

  1. Wie kann das Management bei der Entscheidungsfindung unterstützt werden?
  2. Wie kann das Management bei der Steuerung des Umsetzungsprozesses und der daran beteiligten Personen unterstützt werden?

Zur Beantwortung dieser Fragen greift das Controlling auf vielfältige Informationen sowohl aus der internen Unternehmensrechnung als auch der Investitions- und Finanzierungsrechnung zurück. Der Studienschwerpunkt Controlling vermittelt den Studierenden praxisorientiert und theoretisch fundiert ein breites Fach- und Methodenwissen darüber, wie die Instrumente des Controlling in der betrieblichen Praxis auszugestalten und aufeinander abzustimmen sind, so dass die Entscheidungen und das Verhalten aller Unternehmensbeteiligten unter Berücksichtigung aller existierenden Unsicherheiten bestmöglich auf die langfristige Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtet sind.

Finanzdienstleistungen

Ziel des Schwerpunkts ist eine integrierte Ausbildung auf den verschiedenen Gebieten des Managements von Finanzdienstleistungsunternehmen sowie in finanzwirtschaftlichen und Kapitalmarkt bezogenen Fragestellungen. Es handelt sich somit um einen „Querschnittsschwerpunkt“, in dem verschiedene Funktionen der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre jeweils bezogen auf die Besonderheiten der Finanzdienstleistungsbranche sowie besondere finanzwirtschaftliche Techniken und Methoden gelehrt werden und zur Anwendung kommen.

Internationales Management

Ausbildungsziel ist es, die Planung, Organisation und Kontrolle des internationalen Geschäfts von Unternehmen zu analysieren und zu verstehen. Gleichzeitig sollen die Studierenden mit den kulturellen Rahmenbedingungen des Auslandsgeschäftes vertraut gemacht werden.

Inhaltlich besteht der Schwerpunkt aus vier Modulen. Davon können bis zu drei Module (in eigener Initiative) im Ausland erbracht werden.

Mit dem Auslandsaufenthalt erwerben die Studierenden zugleich interkulturelle Kompetenzen und Erfahrungen. Dadurch können sie sich frühzeitig auf eine später international ausgerichtete Tätigkeit vorbereiten. Alle Lehrveranstaltungen erfolgen Englischer Sprache. Gute Sprachkenntnisse sind daher erforderlich, um den Vorlesungen und Übungen folgen zu können.

Das erste Modul (Grundlagen) beginnt mit einer internationalen Simulation. Dabei müssen die Studierenden wie in einem Flugsimulator ein Unternehmen auf dem Markt erfolgreich leiten und sich als Team im Wettbewerb behaupten. Beim zweiten Modul kommt es darauf an, ausgewählte Spezialfähigkeiten zu erwerben und zu trainieren. Dazu gehören Länder-, Markt-, Kunden- und Risikoanalysen, Verhalten in anderen Kulturen, Strategisches und operatives Management. Didaktisch wird besonderer Wert auf interaktive Lernformen gelegt. Dazu gehören Planspiele, Fallstudien und projektbezogene Teamarbeit.

Marketing

Die Studierenden verstehen Marketing branchenübergreifend als ganzheitlichen Managementprozeß. Sie erwerben das Fachwissen, Märkte zu analysieren, Kaufentscheidungsprozesse zu hinterfragen, Marketingstrategien zu entwickeln, den Einsatz von Marketinginstrumenten zu planen und deren Zielerreichung zu kontrollieren. Hierbei nimmt das empirische Arbeiten im Rahmen angewandter Marktforschung einen hohen Stellenwert ein. Durch Seminare und Fallstudienarbeiten entwickeln sie persönliche Fähigkeiten, teamorientiert zu arbeiten, eigene Positionen zu vertreten und Konzepte zu präsentieren.

Mittelstand

Der hiesige Wirtschaftsraum ist geprägt durch eine starke Präsenz der mittelständischen Wirtschaft. Mit dem Schwerpunkt Mittelstand wird eine Ausbildung angeboten, die den besonderen Anforderungen an qualifizierte Mitarbeiter im Mittelstand gerecht wird. Dementsprechend sind die wesentlichen Einzelziele

  • Ausbildung von Generalisten über einen funktionsübergreifenden Fächerkanon
  • Vermittlung von Kenntnissen in Bereichen, die in mittelständischen Unternehmen von besonderer Bedeutung für den Gesamterfolg sind
  • Grundlagen schaffen für einen flexiblen, auch funktionswechselnden Einsatz
  • Basis legen für die Befähigungen, eine eigene Existenz zu gründen oder einen Betrieb zu übernehmen.

Personalwesen

Die Studierenden erwerben die fachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten für eine ganzheitliche Sicht und Anwendung des Human Ressource Management. Sie kennen wichtige Gestaltungs- und Führungsinstrumente der Personalwirtschaft wie moderne Entlohnungs- und Arbeitssysteme sowie Verfahren der Mitarbeiterauswahl, -beurteilung und -förderung und sind mit deren speziellen Anwendungsbedingungen vertraut. Sie verstehen die durch Arbeitsrecht und Betriebsverfassung geregelten Rahmenbedingungen für das Personalwesen. Sie kennen Aufgaben und Abläufe im Bereich der Personal- verwaltung und -entwicklung. Dabei gewinnen sie auch Einblick in Handling, Aufbau und Arbeitsweise unterstützender Standardsoftware und lernen diese anzuwenden.

Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung

Den Studierenden werden Fachwissen, persönliche Fähigkeiten und Gesamtverständnis vermittelt, um Aufgaben der Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung sowie des Finanz- und Rechnungswesens in Unternehmen wahrnehmen zu können. Die Studierenden erlernen Grundlagen für die Berufsexamina zum "Steuerberater" und "Wirtschaftsprüfer".

Wirtschaftliches Gesundheitswesen

Durch eine zweigleisige Vorgehensweise – auf der einen Seite die Vermittlung eines breiten Basiswissens und auf der anderen Seite der direkte und häufige Kontakt der Studenten mit Praktikern – hat der Ausbildungsgang in den letzten Jahren aus problembewussten Studenten erfolgsorientierte Diplom-Betriebswirte geformt, die mit den aktuellen gesundheitsökonomischen Problemfeldern in ihrem Ausbildungsgang konfrontiert worden sind und deshalb in Krankenhäusern, Krankenkassen sowie sonstigen Organisationen und Firmen im Gesundheitswesen kurzfristig meist in Schlüsselpositionen einsetzbar sind.

Wirtschaftsinformatik

Mit der Ausbildung im Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik werden die folgenden Ziele angestrebt:

Die Studierenden sollen durch die praxisnahe und anwendungsbezogene Ausbildung an aktuellen marktführenden Systemen ein breites fachliches und methodisches Basiswissen erhalten. Dies ermöglicht es ihnen, Problemstellungen im Schnittgebiet von BWL und Informatik, der Wirtschaftsinformatik,  analytisch anzugehen und Lösungen zu erarbeiten. Dadurch sollen sie in die Lage versetzt werden, für ihre späteren Arbeitgeber ein wettbewerbsfähiges Informations- und Prozessmanagement unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Aspekte zu gestalten. Dies wird durch das Angebot folgender Module erreicht: "Datenmodellierung und  Datenmanagement", "Standardsoftware für Rechnungswesen und Controlling", "Standardsoftware in der Logistik" sowie "Electronic Business". Zur Abrundung werden diverse Wahlpflichtfächer, wie z.B. ein Softwareentwicklungskurs, angeboten. Auf folgende Prinzipien wird im Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik Wert gelegt und er bietet folgende Chancen:

  • Die Ausbildung erfolgt nicht theorielastig, sondern bewusst anwendungsbezogen und praxisnah. Ein Großteil der Lehre findet als praktische Arbeit im IT-Labor statt.
  • Die Studierenden werden an den aktuellen marktführenden Systemen und Anwendungen ausgebildet, z.B. von SAP®, ORACLE® und Microsoft® 
  • Schaffung idealer Voraussetzungen für den beruflichen Einsatz bei Top-Arbeitgebern mit gut bezahlten und sicheren Arbeitsplätzen:  IT-Anwenderunternehmen, Beratungsunternehmen, öffentlicher Dienst und natürlich die IT-Branche.
  • Einsatzmöglichkeiten bestehen als Projektmanager, ERP – Manager, Datenmanager, Koordinator Fachabteilung-IT (Key-User), Berater, Organisator, Systemanalytiker oder einem der vielen anderen Berufe, für die analytisches Denkvermögen und methodisches Vorgehen wichtig sind. Aufstiegsmöglichkeiten gibt es zum IT-Leiter, Vorstand IT oder CIO (Chief Information Officer).
  • Es besteht eine Zusammenarbeit mit dem Studiengang Wirtschaftsinformatik in Friedberg. Schwerpunktabsolventen, die bei uns das WP-Modul "Konzeption und Entwicklung von Softwaresystemen" erfolgreich absolviert haben, können dort den Abschluss im Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik (M.Sc.) anstreben.
  • Der Schwerpunkt eignet sich auch ideal als Ergänzung zu anderen Schwerpunkten, für die der Umgang mit Informationen, analytisches Denkvermögen und methodisch-strukturiertes Vorgehen gefordert sind.

Wirtschaftsrecht

Ausbildungsziel im Schwerpunkt Wirtschaftsrecht sind rechtskundige Betriebswirte:

  • Diese sollen in allen Stadien unternehmerischen Wirkens - von der Gründung über die Führung bis zur Liquidation eines Unternehmens - auf der Grundlage betriebswirtschaftlicher Kenntnisse mit juristischem Sachverstand unternehmerische Probleme lösen oder an deren Lösung mitwirken können.
  • Vor allem soll das Verständnis der angehenden Betriebswirte dafür geschult werden, vorausschauend rechtsgestaltend zu handeln, um typische Rechtskonflikte im unternehmerischen Bereich zu vermeiden.
  • Die Schwerpunktmodule richten sich vornehmlich an Studierende der Betriebswirtschaft, die im späteren Berufsleben fundierte wirtschaftsrechtliche Grundlagenkenntnisse benötigen. Zum Lehrangebot gehören daher Rechtsgebiete, welche namentlich für eine spätere – selbständige oder abhängige – Erwerbstätigkeit in Industrie und Handel, in Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, in Banken und Versicherungen, in Consulting-Unternehmen sowie in Verbänden und Vereinigungen von Bedeutung sind.
  • Der Studienschwerpunkt Wirtschaftsrecht baut auf den im Grundstudium erworbenen Rechtskenntnissen der beiden Pflichtfächer "Privatrechtliche Grundlagen" und "Privatrechtliche Vertiefung" (Bürgerliches Recht und Handelsrecht) auf. In Ergänzung hierzu sollen das wirtschaftsrechtliche Grundlagenwissen vertieft und ein Rechtsverständnis erworben werden, das zur Problemlösung im unternehmerischen Rechtsalltag befähigt.
  • Die ausgewogene Mischung von praxiserfahrenen Professoren und lehrerfahrenen Praktikern gewährleistet eine gleichermaßen wissenschaftlich-aktuelle wie praxisnahe Behandlung des zu vermittelnden und zu erarbeitenden Stoffes.

 

Formalia

Studienmodell

Grundständiges Studium mit erstem berufsqualifizierenden Abschluss.
Bachelor, Vollzeitstudium

Abschlussgrad

Das Studium schließt mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts (B. A.) ab.

Regelstudienzeit

Die Regelstudienzeit beträgt 7 Semester.

Studienort

Der Studiengang wird am Campus Gießen angeboten.

Kosten

Semesterbeitrag (ggf. zuzüglich Studiengebühren bei Auslandssemester).

Akkreditierung

ZEvA Hannover am 09.10.2007 (Erstakkreditierung)  tooltip

Aufbauender Masterstudiengang

Nach Abschluss können konsekutiv die dreisemestrigen Masterstudiengänge International Marketing, Unternehmenssteuerung oder Personalmanagement belegt werden, die jeweils zum Master of Arts führen.