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Grüner Laser der durch ein Prisma fällt.

PLG_CONTENT_COURSEINFO_DEGREE
Bachelor Abschluss
Studienbeginn
Wintersemester
PLG_CONTENT_COURSEINFO_DURATION
7 Semester
Zulassungsmodus
Zulassungsfrei
Studienort
Friedberg
PLG_CONTENT_COURSEINFO_LANGUAGE
DE

Das Berufsbild des Bachelor of Science in Angewandte Physik (vormals Physikalische Technik) ist geprägt durch die Brückenfunktion, welche die anwendungsorientierte Physik zwischen Forschung und technischer Entwicklung ausübt. Durch die sehr breite, fächerübergreifende, naturwissenschaftlich-technische Ausbildung sind die Absolventinnen und Absolventen des Studienganges flexibel und universell agierende Generalistinnen und Generalisten in zahlreichen ingenieurwissenschaftlichen Berufsfeldern.

Inhalte auf einen Blick:

Diagramm Inhalte auf einen Blick Angewandte Physik.

Studium

In den ersten drei Semestern des Studiums wird die Physik in ihrer ganzen fachlichen Breite intensiv vermittelt. Zu den unterrichteten Teilgebieten zählen die Mechanik, die Wärmelehre, die Elektrodynamik, die Optik sowie die Atom-, Kern- und Festkörperphysik. Die wichtigen Nebenfächer Mathematik, Chemie und Informatik nehmen in den ersten drei Semestern ebenfalls einen großen Raum ein. Auf diese Weise wird ein umfassendes fachliches Fundament gelegt, auf das die Studierenden im weiteren Verlauf ihres Studiums aufbauen.

Nachdem die Grundlagen erlernt sind, widmen sich die Studierenden verschiedenen Vertiefungsrichtungen, die hauptsächlich in den Semestern vier bis sechs angesiedelt sind. Zu den Vertiefungsrichtungen zählen die technische Optik, die Lasertechnik, die Materialwissenschaft, die Messtechnik sowie die Simulations- und Mikrocomputertechnik. Ebenfalls im vierten bis sechsten Semester haben die Studierenden die Möglichkeit, sich aus einem breiten Spektrum von Wahlpflichtmodulen diejenigen auszusuchen, die ihren persönlichen Interessen am besten entsprechen. Auf diese Weise können sie sich optimal auf eine spätere berufliche Tätigkeit vorbereiten.

Das eigenständige Arbeiten im Labor hat in beiden bisher beschriebenen Studienabschnitten einen großen Stellenwert. Durch die praktische, experimentelle Arbeit erwerben die Studierenden wichtige Fähigkeiten für das spätere Berufsleben. Gleichzeitig vertiefen sie ihre Sozialkompetenz, denn im Labor wird in Gruppen gearbeitet. Auch auf weitere nicht-technische Kompetenzen wird im Studium Wert gelegt. So erlernen die Studierenden die Grundlagen des Rechts und der Wirtschaftswissenschaften kennen, und sie werden in Arbeits- und Präsentationstechniken geschult.

Den Abschluss des Studiums bildet das siebente Semester, welches dem Berufspraktikum und der Bachelorarbeit vorbehalten ist. Im Berufspraktikum lernen die Studierenden ein konkretes Berufsfeld intensiv kennen und sammeln wichtige berufliche Erfahrungen. Die Bachelorarbeit wird in der Regel in enger Zusammenarbeit mit einem Unternehmen durchgeführt.

Bild eines Laser Tubes
Bild eines Laserschneiders
Frau schaut Laser-Versuchsaufbau an
Bild eines Osziloskops
Bild eines roten Lasers
Bild eines technischen Geräts
Bild einer Messuhr
Bild einer Spule

Der Studiengang Angewandte Physik kann sowohl mit als auch ohne Schwerpunkt Optik studiert werden.

Zum Schwerpunkt Optik zählen bestimmte Fächer aus dem Wahlpflichtbereich wie „Grundlagen der Bildverarbeitung" und „Laseranwendung". Wenn man den Schwerpunkt Optik wählt, sind Wahlpflichtmodule mit einem Optikbezug im Umfang von 25 Leistungspunkten zu belegen. Zusätzlich muss in der berufspraktischen Phase und in der Bachelorarbeit ein optisches Thema bearbeitet werden.

Ohne Schwerpunktwahl kann man aus dem reichhaltigen Wahlpflichtangebot frei auswählen und in der berufspraktischen Phase sowie in der Bachelorarbeit ein Thema bearbeiten, das den eigenen Neigungen und den späteren beruflichen Plänen am besten entspricht.

Zum Zeitpunkt der Immatrikulation ist es noch nicht notwendig sich zu entscheiden, ob man den Schwerpunkt Optik wählen möchte. Erst ab dem vierten Semester sind die Wahlpflichtfächer zu belegen, so dass bis dahin genug Zeit bleibt, sich zu orientieren.

Im Folgenden sind die Lehrveranstaltungen aufgeführt. Die Zahlen geben für jedes Semester an, wie viele Credit Points im jeweiligen Fach vorgesehen sind. Es sind insgesamt 210 }Credit Points zu erwerben.

1

MODULCrP
Mathematik für angewandte Physik 1 9
Angewandte Physik 1 (Mechanik, Thermodynamik, Schwingungen und Wellen) 6
Physik-Labor 1 (Grundlagen) 6
Grundlagen der Informatik und objektorientierter Programmierung 4
Berufsfelder und Arbeitstechniken 1
Grundlagen des Rechts 2
GESAMT 1. SEMESTER 28
MODULCrP
Mathematik für angewandte Physik 2 6
Angewandte Physik 2 (Elektrizität, Magnetismus, Elektrodynamik und Strahlenoptik) 5
Physikalische und chemische Thermodynamik 5
Physik-Labor 2 (Vertiefung) 4
Chemie (Anorganik, Organik, Grundlagen Polymere) 4
Grundlagen der Informatik und objektorientierter Programmierung 4
Elektronische Grundlagen der Informatik 2
Berufsfelder und Arbeitstechniken 1
GESAMT 2. SEMESTER 31
MODULCrP
Mathematik für angewandte Physik 3 6
Angewandte Physik III (Atom- und Kernphysik, Festkörperphysik, Quantenmechanik) 5
Physik-Labor 3 (Fortgeschrittene) 5
Chemie (Anorganik, Organik, Grundlagen Polymere) 3
Chemielabor 6
Computersimulation 3
Elektronische Grundlagen der Informatik 2
Berufsfelder und Arbeitstechniken 1
GESAMT 3. SEMESTER 31
MODULCrP
Ergänzungen zur mathematischen Physik 3
Mess- und Sensortechnik 5
Technische Optik und Strahlentechnik 5
Wechselwirkung Strahlung - Materie 5
Lasertechnik - Grundlagen 5
Wahlpflichtfächer 7
GESAMT 4. SEMESTER 30
MODULCrP
Physikalisches Seminar 4
Physikalische und chemische Analyseverfahren 3
Mikrocomputertechnik 4
Lasertechnik Grundlagen Labor 5
Kommunikations- und Präsentationstechniken 4
Einführung Wirtschaftswissenschaften 4
Wahlpflichtfächer 6
GESAMT 5. SEMESTER 30
MODULCrP
Physikalisch und chemische Analyseverfahren 6
Mikrocomputertechnik 4
Wahlpflichtmodule 20
GESAMT 6. SEMESTER 30
MODULCrP
Berufspraktische Phase (BPP) 11
Berufspraktische Phase - Seminar 4
Kolloquium zur Bachelorarbeit 3
Bachelorarbeit 12
GESAMT 7. SEMESTER 30

Das detaillierte Studienprogramm findet sich im Modulhandbuch.

Berufsaussichten

Wie kann man einen Laser für einen 3D-Drucker verwenden? Wie lassen sich Materialien mit einem Rasterelektronenmikroskop analysieren? Dies sind typische Fragestellungen der Angewandten Physik.

Die Angewandte Physik zielt darauf ab, die Erkenntnisse der Physik praktisch nutzbar zu machen, um damit technische Probleme zu lösen. Da die Physik die Grundlage sowohl der Natur­wissenschaften als auch der Ingenieur­wissen­schaften bildet, erfüllt sie eine wichtige Brücken­funktion. Die Studierenden der Angewandten Physik werden fächerübergreifend ausgebildet und sind somit in der Lage, im Beruf mit Natur­wissen­schaft­lern und Ingenieuren verschie­denster Fach­richtungen zusammen­zu­arbeiten. Die Absolventinnen und Absolventen der Angewandten Physik sind daher gefragte Gene­ralisten mit ausgezeichneten Beschäftigungs­aussichten in einem breiten Spektrum von Branchen, das von der Automobil- und Elektroindustrie über die optische Industrie bis hin zur Biotechnologie reicht.

Innerhalb der verschiedenen Branchen üben die Absolventinnen und Absolventen der Angewandten Physik eine Vielzahl von abwechslungsreichen Tätigkeiten aus:

  • Durchführung von physikalischen Experimenten in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen
  • Rechnergestützte Auswertung und Analyse von Messergebnissen
  • Analyse und Simulation von technischen Systemen mit Hilfe mathematischer Modelle
  • Umsetzung von physikalischen Forschungsergebnissen in die betriebliche und industrielle Praxis
  • Entwicklung neuer Mess-, Prüf- und Fertigungsverfahren
  • Auslegung, Berechnung, Konstruktion und Inbetriebnahme von physikalisch-technischen Geräten
  • Überwachung und Prüfung von Teil- und Fertigprodukten in der Industrie (Qualitätskontrolle)
  • Vertrieb und Kundenberatung

Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs können in verschiedenen Spezialgebieten eingesetzt werden. Einige sind hier vorgestellt:

Lasertechnik

Bild eines rot leuchtenden Laser-Tubes

Die Lasertechnik findet eine Vielzahl industri­eller Anwendungen in den unterschiedlichsten Gebieten. Zu den Einsatzfeldern zählen unter anderem die zerstörungs­freie Werkstoff­prüfung und die Qualitäts­kontrolle, das hoch­präzise, berührungs­lose Messen mechanischer Größen, die Umwelt­analytik, die Verfahrens­technik, die Kommunika­tions­technik sowie die Material­bearbeitung. Konkrete Einsatzbeispiele umfassen die quali­tative Prüfung von Flugzeug­spoilern in der Produktion ebenso wie die Verformungs- und Schwingungs­analyse belasteter Bauteile, die Messung von Strömungen und Immissionen, die optische Speicherung, Verwer­tung und Über­tragung von Daten, das Veredeln von Oberflächen sowie das Schneiden, Löten und Schweißen unterschiedlichster Materialien.

Materialwissenschaft

Bild eines vergrößerten Moleküls

Die Materialwissenschaft hat sich in Deutschland seit langem als eigenes Fachgebiet etabliert. Ursprüng­lich war sie entweder dem Maschinenbau unter dem Namen Werkstoffkunde als Ingenieurfach oder der Festkörperphysik und -chemie als angewandte Spezialisierung zugeordnet. In der industriellen Anwen­dung wird heute eine große Anzahl verschiedener Materialien (auch Gase und Flüssigkeiten) eingesetzt, die jeweils definierte Eigenschaften aufweisen und zum Beispiel als Hochleistungswerkstoffe für ihren Verwendungszweck optimiert wurden. Da die Bereiche Verkehrstechnik, Energietechnik, Informations­technik, Umwelttechnik, Recycling, Medizin- und Biotechnik sowie die Freizeitindustrie neue oder weiterentwickelte Materialien fordern, die nur mit entsprechenden Spezialkenntnissen hergestellt und sinnvoll eingesetzt werden können, ist die Palette der Arbeitsfelder für Absolventinnen und Absolventen der Angewandten Physik in diesem Bereich sehr vielfältig.

Computerphysik

Interferenzen

Unter der Computerphysik versteht man die Verknüpfung von Mathematik, Physik und Infor­matik. Seitdem leistungsfähige Rechenanlagen verfügbar sind, hat sich die Computer­physik als eine dritte Säule neben der theoretischen Physik und der experimentellen Physik etabliert. Mittels der Computersimulation lassen sich Probleme lösen, die aufgrund ihrer Komplexität nicht durch einfache mathematische Bezie­hungen beschrie­ben werden können. Zudem erlauben Computer­simulationen einen tiefen Einblick in komplexe technische Systeme, die messtechnisch oft nur schwer zugänglich sind. Schließlich können Computersimulationen dazu beitragen, den Bedarf an extrem teuren Experi­menten zu senken. Eingesetzt wird die Computersimulation unter anderem in den Bereichen der Strömungs- und Verbrennungstechnik, der Schwingungsanalyse, der Akustik, der Optik, der Robotik, der Fahrzeug­dynamik, der Satelliten­technik und der Biophysik. Weil die Studierenden der Angewandten Physik intensiv in den Grundlagen­fächern Mathematik, Physik und Informatik ausgebildet werden, sind sie auf die Verwendung von Computersimulationen im Beruf hervorragend vorbereitet.

Besonderheiten

Das Physik-Camp ist ein besonderes Angebot für die Studienanfänger. In entspannter Atmosphäre verbringen die neuen Studierenden ein Wochende in der Natur und haben Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen. Angeleitet von Dozentinnen und Dozenten und Studierendenn aus höheren Semestern, lernen die Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger, wie man physikalische Messungen durchführt und wie man seine Ergebnisse in der Gruppe vorstellt.

Physikalische Experimente müssen nicht nur im Labor stattfinden. Zu dem wichtigen Thema der regenerativen Energien führen Studierende der Angewandten Physik einen Freiluftversuch durch. Wer schafft es, eine Wasserprobe mit Hilfe der Sonne auf eine möglichst hohe Temperatur aufzuheizen?

Studienvarianten

Ingenieurstudium und Industriepraxis (is+i) ist ein duales Studienmodell der Technischen Hochschule Mittelhessen am Studienort Friedberg. Im Vordergrund steht dabei die enge Verzahnung der Industriepraxis in einem Partnerunternehmen mit den Veranstaltungen im Studiengang Angewandte Physik. Durch ausgewogene, zeitlich sich abwechselnde Phasen an der THM und im Partnerunternehmen werden Theorie und Praxis optimal miteinander verknüpft. Auf diese Weise wird der ideale Berufseinstieg vorbereitet – meist direkt im Partnerunternehmen. Die besondere Unterstützung der dualen is+i-Studierenden an der THM mit vielen Angeboten ermöglicht einen guten und schnellen Studienabschluss als Bachelor of Science (B. Sc.). is+i ist eine seit Jahrzehnten bewährte Studienvariante in verschiedenen Studiengängen an der THM mit inzwischen weit über 100 Partnerunternehmen und vielen erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen.

Die Vorteile für die is+i-Studierenden:

  • is+i kombiniert ein breit angelegtes Studium der Angewandten Physik mit Berufserfahrung in der betrieblichen Praxis.
  • is+i ermöglicht die direkte Anwendung der erlernten Theorie in Projekten im Unternehmen und motiviert so durch das ganze Studium.
  • is+i ist ein Studienmodell, bei dem ein Teil der Studienleistungen im Partnerunternehmen erbracht werden kann. Dadurch werden die Lernphasen an der Hochschule entlastet.
  • is+i gewährleistet eine finanzielle Grundsicherung über die gesamte Studiendauer.
  • is+i fördert durch vielfältige Angebote einen überdurchschnittlichen Studienerfolg hinsichtlich einer kurzen Studiendauer und einer sehr guten Abschlussnote.
  • is+i vermittelt überfachliche Kompetenzen für die Persönlichkeitsentwicklung.
  • is+i bietet einen sicheren Einstieg in das Berufsleben.

Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Seite der dualen Studienvarianten.

Bewerbung und Immatrikulation

Abschlussgrad
Bachelor of Science (B.Sc.)
Regelstudienzeit
7 Semester
Akkreditierung
ASIIN Düsseldorf
Studienformen
Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch
Studienort, Standort
Friedberg
Kosten
Semesterbeitrag
Zulassungsmodus
Der Studiengang ist zulassungsfrei, ohne NC. Sie müssen sich nur innerhalb der jeweiligen Frist einschreiben und die Einschreibungsvoraussetzungen erfüllen, um einen Studienplatz zu erhalten.
Studienbeginn
Wintersemester
Brückenkurse

Vor dem Vorlesungsbeginn bietet die THM einwöchige Brückenkurse u.a. in den Fächern Mathematik, Physik, Programmierung und Chemie an. Studienanfängerinnen und Studienanfänger können hier ihr Vorwissen auffrischen und Wissenslücken schließen.

Immatrikulationszeitraum

01. Juni bis zum 20. September (Wintersemester)

Bewerbungszeitraum für internationale Studierende

1. April bis 15. Juli (Wintersemester) über uni-assist.
Weitere Informationen für internationale Bewerberinnen und Bewerber erhalten Sie beim International Office.

Immatrikulation