THMler überzeugen bei der DHM im Ergometerrudern
Wenn 1000 Meter zur mentalen Grenzerfahrung werden, die Halle bebt und jede Zehntelsekunde über Podium oder Platzierung entscheidet, dann ist Deutsche Hochschulmeisterschaft im Ergometerrudern.
Am Samstag, den 28. Februar 2026, trafen sich über 300 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland in Düsseldorf, um die neuen Deutschen HochschulmeisterInnen zu ermitteln. Mit dabei waren auch drei Bootsbeteiligungen der Technischen Hochschule Mittelhessen.
Bronze für Tim Titus Günther
Im Leichtgewichts-Männer-Einer über 1000 Meter ging der Digital Media Systems Student Tim Titus Günther bereits zum zweiten Mal bei einer Ergo DHM an den Start. Nach Platz fünf im vergangenen Jahr hatte er sich für dieses Jahr viel vorgenommen.
In einem Feld von acht gemeldeten Athleten entwickelte sich früh ein enges Rennen. Lange lagen fünf Sportler nahezu gleichauf, niemand konnte sich entscheidend absetzen. Erst im letzten Renndrittel gelang es Günther, sich leicht zu lösen und den Vorsprung bis ins Ziel zu verteidigen.
Zur Belohnung gab es eine hart erkämpfte Bronzemedaille.
Den Sieg sicherte sich Marvin Degen von der Universität Duisburg-Essen, Rang zwei ging an die Universität Konstanz.
Gelungenes DHM-Debüt für Markus Wiche
Für Informatikstudent Markus Wiche war es die erste Teilnahme an einer Deutschen Hochschulmeisterschaft. Im Männer-Einer stellte er sich der nationalen Konkurrenz und erreichte mit einer Zeit von 3:01 Minuten über die 1000 Meter den achten Platz.
Gerade bei einer Premiere auf diesem Niveau zählt neben der Platzierung vor allem die Erfahrung. Wiche fuhr ein konstantes Rennen, hielt dem Druck stand und sammelte wertvolle Wettkampfpraxis. Der Sieg in dieser Klasse ging an den Ruderer aus Berlin.
0,1 Sekunden, die alles entscheiden
Für den dramatischsten Moment des Tages sorgte jedoch der Mixed-Achter. Günther und Wiche starteten gemeinsam mit Studierenden der Justus-Liebig-Universität Gießen als Wettkampfgemeinschaft (WG) Gießen. Das besondere Rennformat erhöhte die Spannung zusätzlich. Die Achter traten in mehreren Läufen mit jeweils zwei Booten gegeneinander an, die Platzierung wurde anschließend anhand der Zeiten aller Läufe ermittelt. Die WG Gießen ging im zweiten Lauf an den Start und legte eine starke Zeit vor, die vorerst Rang drei bedeutete.
Doch sicher war noch nichts, jetzt waren alle Gießener Augen auf den letzten Lauf gerichtet.
Erst dieser würde entscheiden, ob es beim Podiumsplatz bleibt. Nach wenigen Metern zeichnete sich ab, dass nur noch das Boot aus Aachen die Gießener Zeit gefährden konnte. Als die Aachener die Ziellinie überquerten, begann das lange Warten auf das offizielle Endergebnis.
Dann die Gewissheit: 0,1 Sekunden trennten die beiden Boote, mit dem besseren Ende für Gießen.
Bronze für die WG Gießen. Zweite Medaille des Tages für die THM. Und genau dieser Moment macht den Reiz solcher Meisterschaften aus.

Rückenwind für den Sommer
Die Leistungen in Düsseldorf sind mehr als ein Achtungserfolg auf dem Ergometer. Sie gelten als wichtiger Formtest für die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Rudern auf dem Wasser im Sommer.
Mit einem Podestplatz im Leichtgewichts-Einer, Bronze im Mixed-Achter und einem gelungenen Debüt im Männer-Einer hat die THM früh in der Saison ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt.
Oder anders gesagt: Die Richtung ist vorgegeben, wenn die THM AthletenInnen im Sommer die Steuerseile in den Händen behalten, führt der Kurs direkt in Richtung Podium.
©Bilder: T. Günther

