Wettkampfgemeinschaft Gießen gewinnt mit Jonas Glaser bei der 6. Europäischen Hochschulmeisterschaft den 1. Platz.

Europäischer Hochschulmeistertitel geht nach Gießen
Erwartungen bei der Europäischen Hochschulmeisterschaft weit übertroffen

Die Europäischen Hochschulmeisterschaften im Karate fanden dieses Jahr in Budapest statt. Vom 18. bis 21. Juli hatten Jan Urke, Kristian Agsten (beide JLU), Jonas Glaser und Harris Dzigal (beide THM) die Chance sich auf europäischer Ebene zu beweisen. Als Teil einer großen Wettkampfdelegation aus Deutschland machten sie sich, mit ihrem Coach Detlef Herbst auf den Weg in die ungarische Hauptstadt. Die mehrmaligen Deutschen Hochschulmeister in allen Disziplinen des Wettkampfkarates der WG Gießen hatten sich bereits im letzten Jahr, für die in diesem Jahr zum 6. Mal statt findende, EUC qualifiziert.

Am ersten Wettkampftag stand für Jan, Kristian und Jonas der Einzelwettbewerb an. Jan und Jonas hatten es auf ihrer Seite des Wettkampftableaus mit mehreren Nationalkaderathleten, unter ihnen auf der amtierende Europäische Hochschulmeister aus der Slowakei, zu tun. Jonas setzte sich in der ersten Runde ohne Flaggenverlust gegen seinen Kontrahenten durch, verlor in Runde zwei aber ebenso deutlich gegen einen der späteren Drittplatzierten aus Montenegro. Jan kämpfte sich bärenstark und ohne seinen Gegner den Hauch einer Chance zu lassen, bis in die Runde der letzten Acht vor. Dort traf er, wie zu erwarten, auf den amtierenden Champion und es kam zur Neuauflage der Finalbegegnung der letzten EUC. Die Entscheidung der Kampfrichter war ebenso deutlich wie unverständlich. Es waren nicht nur die Mitglieder der deutschen Wettkampfgemeinschaft, die sich aufgrund des 5:0 Ergebnisses gegen Jan ungläubig anschauten. Jan war in bestechend guter Form, der Slowake dagegen gab keine wirklich überzeugende Präsentation zum Besten. Schließlich musste sich Jan mit dem für ihn etwas enttäuschenden 5. Platz begnügen. Zur gleich Zeit war Kristian in das Poolfinale Runde eingezogen, nachdem er starke Konkurrenten unter anderem aus dem polnischen und deutschen Nationalteam besiegt hatte. Sein Widersacher aus Portugal gab sich keine Blöße und gewann 5:0 gegen Kristian. Die Freude über den gewonnen dritten Platz bei seiner ersten Teilnahme an einer EUC war bei Kristian und dem deutschen Team riesengroß. Gleich im ersten Wettbewerb konnte eine Platzierung auf dem Siegertreppchen bejubelt werden.

Am darauf folgenden Samstag konnte auch endlich Harris in das Wettkampfgeschehen eingreifen. Er ging wie gewohnt in der Kategorie +84 kg im Kumite an der den Start. Der Wettkampf verlief leider wenig erfreulich für den Studenten der THM. Harris musste sich in der ersten Runde seinem Gegenüber geschlagen geben.

Für Jan, Kristian und Jonas war der Wettkampf dagegen noch nicht beendet. Sie traten zusammen als WG Gießen in ihrer Parade-Disziplin, dem Teamwettbewerb, an. In der ersten Runde trafen sie auf ein Hochschulteam aus Montenegro. Sie ließen sich nicht aus ihrem Rhythmus bringen, entschieden die spannende Begegnung schließlich mit 5:0 Kampfrichterstimmen für sich und standen somit im Finale des Wettkampfs. Dort wartete diesmal das montenegrinische Nationalteam auf die drei Athleten aus Gießen. In dem nervenaufreibendem Finale zeigten Jan, Kristian und Jonas eine sehr starke Kata. Das darauf folgende Bunkai, die Anwendung der Techniken aus der zuvor gezeigten Kata, wurde für die EUC neu entwickelt und in Budapest zum ersten Mal präsentiert. Entsprechend groß war der Jubel des Publikums über die präzise ausgeführten Block-Konter-Situationen und die spektakulären Höhepunkte. Auch die Kampfrichter zeigten sich beeindruckt und stimmten mit 4:1 Flaggen für das Team der WG Gießen. Nun kannte der Jubel erst recht kein Halten mehr und die Freude über den kaum zu erwarteten Europäischen Hochschulmeistertitel musste lautstark bekundet werden.
Damit endete für die Teilnehmer der WG Gießen ein überaus erfolgreicher und schöner Wettkampf in Budapest.

Herzlichen Glückwunsch an Jonas, Jan und Kristian für diese herausragende Leistung!

Bericht: Jan Urke und Jonas Glaser