Meeting2Am 21. und 22. Juni fand an der TH Mittelhessen am Campus Friedberg das diesjährige Netzwerktreffen Breitensport statt, bei dem die Übungsleitenden des Hochschulsports im Mittelpunkt standen. Die Teilnehmenden gingen das Thema von verschiedenen Gesichtspunkten aus an und kamen in einen regen Austausch.

Nach einer kurzen Kennenlern-Runde stellte zunächst Robert Blase von der Himmelseher Sportversicherung das Versicherungsmodell vor, mit dem Hochschulen über den Rahmenvertrag des adh ihre Übungsleitenden absichern können. Im Anschluss erläuterten Jasmin Reslan, Kristin Linne und Mischa Lumme von der Universität Göttingen, wie die Betreuung und Verwaltung der Übungsleitenden dort gehandhabt wird. Besonders die vielfältige Art und Weise, wie an der Uni Göttingen eine Wertschätzungskultur gegenüber den Übungsleitenden gepflegt wird, stieß auf großes Interesse und sorgte bereits während der Präsentation für etliche Nachfragen.

Nach einer kurzen Runde über den THM-Campus Friedberg wurde diese Diskussionsfreude dann auch nahtlos in die anschließende Workshop-Phase zum Thema „Möglichkeiten und Grenzen der Wertschätzung von Übungsleitenden“ übertragen, deren Ergebnisse zum Abschluss im Plenum zusammen getragen wurden. Zum Ende des ersten Seminartags ging es nach einem kurzen Spaziergang noch zum gemeinsamen Abendessen, im Rahmen dessen der informelle Austausch munter weiter ging.

Zu Beginn des zweiten Tages stellte Cindy Liermann die UniSportAllround-TrainerIn-Ausbildung der TU Braunschweig dar. Seit 2012 hat der Hochschulsport in Braunschweig ein eigenes Modul entwickelt, um sowohl bereits tätigen Übungsleitenden als auch Interessierten eine Grundqualifizierung anbieten zu können. Neben verpflichtenden Grundlagen der Physiologie, Trainingslehre und Didaktik können sich die Übungsleitenden über selbst gewählte Module in verschiedenen Fitness- oder Gesundheitssportangeboten praxisorientiert weiterbilden. Der TU Braunschweig ist es mit diesem Weg gelungen, bereits rund 220 Übungsleitende zu qualifizieren, von denen auch etwa 150 mittel- bis langfristig im Hochschulsport tätig geblieben sind.

Anschließend erläuterte Peter Lynen, Leiter des Hochschulsports der RWTH Aachen, den Weg zur Erstellung einer neuen Honorarordnung für Übungsleitende, den man in Aachen aktuell hinter sich gebracht hat. Er machte deutlich, dass gerade die unterschiedlichen Qualifizierungsformen sowie die vielfältigen Kursformate große Herausforderungen darstellen, um eine gerechte und transparente Honorarordnung zu entwickeln. In der darauf folgenden Workshop-Phase wurde abschließend diskutiert, welche der vorgesellten Ideen und Modelle sich im jeweiligen Hochschulsport vor Ort ähnlich umsetzen lassen und welche Unterstützung der adh dabei leisten könnte.

Das Netzwerktreffen Breitensport erwies sich einmal mehr als sehr wertvolle Austauschplattform, welche sowohl von den wichtigen Einblicken der referierenden Kollegen und Kolleginnen als auch der Diskussionsfreude aller Teilnehmenden profitieren konnte. Ein großer Dank gilt zudem dem Team des Hochschulsports der TH Mittelhessen, welches einen sehr angenehmen Rahmen für das Netzwerktreffen arrangieren konnte.