DHM Golf 2019 - Jonas WackIn Winnerod schlaggleich mit Bundesligaspieler - Das Team der THM mit Gärtner, Weber und Wack überrascht ebenfalls mit dem dritten Rang

Paukenschlag bei den deutschen Hochschulmeisterschaften im Golf in Winnerod: Jonas Wack von der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) holte sich sensationell Bronze. Dabei ließ der 21-Jährige aus Lich zahlreiche Bundesliga-Spieler hinter sich. Insgesamt benötigte er 144 Schläge für die beiden Runden auf dem Par-72-Platz.

Den Pokal bei der Siegerehrung im Golf-Park-Restaurant stemmte Constantin Meier (Uni Mannheim, Handicap +1,2) in die Luft. Der Bundesligaspieler von Mannheim-Viernheim hatte am Sonntag einen Sahnetag erwischt und mit 66 Schlägen einen Platzrekord aufgestellt. Die insgesamt 138 waren nicht zu schlagen. Mit 144 Schlägen war Christopher Steger (Uni Mannheim) zwar mit Wack schlaggleich, setzte sich aber aufgrund der ADH-Regularien auf den zweiten Platz. Bei den Frauen hatte Isabel Jensch (Uni Regensburg) mit 147 Schlägen die Nase vorn.
»Ich war schon überrascht, dass ich nach der zweiten Runde noch unter den Top drei lag. Aber das hat gezeigt, dass einige mit dem Platz ganz schön zu kämpfen hatten. Ich bin vom Handicap als Achter ins Turnier gegangen. Mein Ziel war Top Ten«, erklärte ein glücklicher Wack nach seiner 73er-Runde am Sonntag.
Das Team der THM mit Wack, Laura Weber und Johannes Gärtner spielte ebenfalls groß auf und landete auf Rang drei. Dass das erfolgreiche Trio für den GC Winnerod spielt, toppte die ganze Angelegenheit noch. Zudem brachte Gärtner (als 16. mit Handicap -4,7 gestartet, neu -4,3) nach zehn über und einer starken 75er-Abschlussrunde die 157 und damit Platz zehn ins Clubhaus, Weber bei den Frauen Rang acht (insgesamt 172).
Dagmar Hofmann, die Hochschulsportleiterin der THM, die in Kooperation mit dem Golf-Park Winnerod als Ausrichter fungierte und bei der Programmgestaltung mit Golf-Park-Geschäftsführer Kim Kleczka für viel Abwechslung gesorgt hatte, kam am Finaltag aus dem Grinsen nicht heraus. Mit solch einem erfolgreichen Abschneiden der THM-Mannschaft hatte sie niemals gerechnet. Die Justus-Liebig-Universität Gießen in der Besetzung Dr. Yvonne Zimmer-Ackermann, Marius Strippelmann, Tim Gorr und Dr. Marco Danisch kam in der Teamwertung auf Platz sechs. Zimmer-Ackermann war die einzige des Quartetts, die unter die Top Ten kam (Platz neun mit 173 Schlägen).
Drei Tage lang stand der Golf-Park Winnerod im Fokus der deutschen Golf-Studenten. Nach der offiziellen Eröffnung am Freitag gingen am Samstagmorgen 42 Starter – 30 bei den Männern, der Rest bei den Frauen – über den bestens präparierten Par-72-Platz. Schon nach Tag eins merkten die Golfer, dass die 18 Loch alles andere als einfach zu bespielen sind. Auf den Front-Nine machte ihnen das Rough schwer zu schaffen, bei den hinteren neun Löchern kam oftmals der Wind ins Spiel. Lokalmatador Wack (Handicap -1,2) kam bestens zurecht und legte eine starke 71 vor. Er hatte zwar auf der Runde auch so seine Probleme, doch sein Putter lief heiß, sodass er manches Par rettete. Nur Steger, der für das Bundesliga-Team Mannheim-Viernheim aufschlägt und mit einem Handicap von +1,6 startete, blieb mit Wack schlaggleich.
So war die zweite Runde an Spannung kaum zu überbieten. Wack und Steger lieferten sich – begleitet von einigen Zuschauern – im letzten Flight des Tages ein tolles Duell. Auf dem letzten Loch, der 18, zog sich Wack noch ein Bogey, da er einen machbaren Putt vorbeischob. Dennoch war das Ergebnis von einem Schlag über stark. Da aber im vorletzten Flight Meier auftrumpfte und eine überragende 66 schoss, setzte er sich noch an die Spitze. »Sicherlich spielte der Heimvorteil bei mir eine Rolle. Ich kenne den Platz einfach gut, weil ich auch jede Woche Herrengolf spiele. Extrem gut lief mein kurzes Spiel und das Putten, was eigentlich zuletzt nicht so meine Stärke war«, bilanzierte Wack. Er und Gärtner sind ein Teil des Teams des GC Winnerod, das in dieser Saison den Aufstieg in die Regionalliga perfekt machen kann. Dass sie mit den »Großen« aus der Bundesliga mithalten können, haben sie bei der DHM bewiesen.

 

Text: W. Gärtner aus der Gießener Allgemeinen vom 16. Juli 2019

©Bild: Svantje Merker-Gärtner