Bereichsleiter Wirtschaftliche Steuerung Fraport IFM zu Gast an der THM Business School
Dr. Guido Kaupe, Bereichsleiter Wirtschaftliche Steuerung Integriertes Facility Management (IFM) beim Flughafenbetreiber Fraport. Bei einem gemeinsamen Mittagessen mit Prof. Dr. Joachim Sandt wurde u.a. über mögliche gemeinsame Anknüpfungspunkte wie Praktika, Abschlussarbeiten, Gastvorträge und Exkursionen zum Flughafen gesprochen.
Im Anschluss gab Herr Dr. Kaupe einen Gastvortrag im Rahmen des Bachelor-Studienganges Betriebswirtschaft in der Veranstaltung Kostenmanagement im Schwerpunkt Controlling.Der Vortrag vor 50 Studierenden des Schwerpunktes befasste sich zunächst mit dem Geschäftsmodell der Fraport im Allgemeinen und des Servicebereiches IFM im Besonderen. Die Fraport betreibt neben dem Flughafen Frankfurt (2015: über 60 Millionen Passagiere – im Luftverkehrsjargon PAXe genannt) neun weitere Flughäfen weltweit, dazu gehören u.a. die überwiegend von Touristen genutzten Flughäfen in Antalya, Türkei, Burgas und Varna, Bulgarien, auch St. Petersburg, Russland, und das Drehkreuz Lima, Peru. In diesem Jahr kommen weitere 14 griechische Regionalflughäfen dazu. Der Bereich IFM ist ein interner Servicebereich, der mit knapp 1.200 Mitarbeitern am Standort Frankfurt 3,25 Mio. qm Fläche, 450 Gebäude mit 47.000 Räumen und 20.000 Fahrzeuge und Spezialgeräte betreibt und deren ständige Verfügbarkeit sicherstellt. Die technischen Herausforderungen sind dabei die Vielfältigkeit der Immobilien und Strukturen, die unterschiedlich eingesetzten Technologien, das Facility Management unter laufendem Betrieb sowie die Hochverfügbarkeit und Sicherheit.
IFM als interner Dienstleiste muss dabei insbesondere aufgrund der Kapitalmarkt-orientierung – Fraport ist ein im MDAX börsennotiertes Unternehmen – auch auf die Effizienz der Leistungserstellung achten. Jede Ineffizienz findet sich letztlich auf dem Ticketpreis der Fluggäste wieder. Herr Dr. Kaupe stellte die Steuerungsphilosophie bei IFM vor und die dazu aufgebauten Controlling-Systeme. Dabei beeindruckte auch, mit welchen Mitteln er diese Philosophie und das kaufmännische Verständnis dieses durch Technik geprägten Servicebereiches fördert und herstellt. Lean Management-Projekte sind ein Mittel, um die Leistung bei IFM dauerhaft weiterzuentwickeln. Herr Dr. Kaupe betonte zum Abschluss, dass für die Unternehmenssteuerung und das Controlling eine fundierte Kenntnis des zugrundeliegenden Geschäftsmodells und der Prozesse unerlässlich ist und dass „die fünfte Nachkommastelle nicht entscheidend ist, sondern die Abbildung der Leistung in wesentlichen Kennzahlen, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verstanden werden". Nach dem gut 90-minütigen Vortag diskutierte Herr Dr. Kaupe noch eine weitere Stunde die vielen Fragen der interessierten Studierenden.
Gastvorträge sind ein fester Bestandteil der Veranstaltungen der THM Business School und ergänzen die in der Veranstaltung besprochenen Konzepte, Übungen und Fallstudien. Daraus ergeben sich in der Regel auch weitere Formen der Zusammenarbeit, z.B. in Form von Praktika und Abschlussarbeiten. Übrigens: Derzeit schreibt ein Max Schneider, Student des Master-Studiengangs Unternehmens¬führung auch bei Herrn Dr. Kaupe seine praxisorientierte Thesis. Dabei zeigte sich Dr. Kaupe beeindruckt, wie gut sich Herr Schneider (Thema: Effiziente Leistungserstellung interner Dienstleistungen in regulierten Unternehmen – Erfahrungen und Übertrag auf Fraport IFM) in die komplexe Thematik ein- und Lösungsvorschläge erarbeitet hat.