CBDC – Revolution des Finanzssystems per Blockchain

Am 17. Januar 2022 hatten die Studierenden des Moduls „Digitale Innovationen“ Gelegenheit, an einen Praxisvortrag zum Thema „Central Bank Digital Currency (CBDC)“ teilnehmen zu können. Referentin war Carolin Wenke, Analystin für Blockchain & Multi-Party Systems beim Strategie- und IT-Beratungsunternehmen Accenture.

Aufgrund des regelrechten Hypes im Jahr 2021 waren Blockchains als Fokus- bzw. primäres Wunsch-thema der meisten Kursteilnehmer bewertet worden. Das Vortragsthema CBDC war daher eine passende Ergänzung zum theoretischen Unterbau und den vermittelten Grundlagen aber auch Anwendungsgebieten z.B. im Finanz- und NFT (Non Fungible Token)-Umfeld.

Die Referentin Carolin Wenke wies darauf hin, dass Accenture sich u.a. damit beschäftigt, wie mittels Blockchain-Technologie konkrete Lösungen für sogenannte Multiparty-Systeme, z.B. im Identitäts- oder auch Supply Chain Management, auch jenseits des Finanzwesens aufgebaut und betrieben werden können. Im Schwerpunkt ihres Vortrags zeigte sie auf, wie rasant bei Zentralbanken weltweit das Interesse an der Blockchain-Technologie zunimmt. Die Einführung von Zentralbank gesteuerten Blockchains und damit digitalen Währungen wird als nächste Stufe zu einer komplett Token-basierten Wirtschaft gesehen. Zentralbanken können heute aus Technik- bzw. Effizienzgründen nur für große Finanztransaktionen mit einem beschränkten Teilnehmerkreis durchgeführt werden. Per CBDC können Zentralbanken künftig unmittelbar die (digitale) Geldversorgung der Wirtschaft, d.h. im Extremfall bis zum einzelnen Konsumenten und Bürger, mit gleichzeitig höchsten Sicherheitsstandards steuern. Dabei stehen derzeit vornehmlich drei verschiedene CDBC-Modelle im Fokus, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte bei der Beseitigung von Schwächen des heutigen Finanzsystems adressieren.

Darüber hinaus zeigte Carolin Wenke auf, vor welchen potenziellen Herausforderungen heutige Geschäftsbanken bei der Einführung von CBDC stehen. Außerdem veranschaulichte sie an einem aktuellen Projekt der Zentralbanken in Frankreich und der Schweiz, wie sich grenzüberschreitende Transaktionen unter Verwendung von digitalem Zentralbankgeld verbessern lassen.

Neben Frau Wenke nahmen seitens Accenture Jeanette Poral sowie Cihad Yorulmaz an der Veranstaltung teil, die beide jeweils an der THM studiert haben. Frau Poral hat im letzten Jahr ihr Master-Studium an unserem Fachbereich beendet und ist nun, wie Herr Yorulmaz im Bereich Cloud-Computing tätig. Mit Unterstützung von Adreas Dietz, einem weiteren Absolventen aus Mittelhessen, konnten sie aus erster Hand Fragen zur Tätigkeiten und Alltag bei einem weltweit agierenden großen Beratungsunternehmen beantworten.

Fragen zum Thema Cloud, Praktika, Thesen und Berufseinstieg bei Accenture können Sie direkt an Frau Poral richten (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).