Engagement für Umwelt, Klima und Soziales - verbunden mit der Aussicht auf einen guten Job: Das bietet der neue Bachelor-Studiengang "Betriebswirtschaft-Nachhaltigkeitsmanagement".

Nachhaltigkeit leben und studieren

Umwelt- und Klimaschutz sowie soziale Gerechtigkeit im Beruf voranzutreiben, motiviert immer mehr junge Menschen. Der Studiengang behandelt klassisch betriebswirtschaftliche Fragestellungen und will gleichzeitig einen Beitrag zur Lösung ökologischer und sozialer Herausforderungen leisten. Wie auch der bereits etablierte und seit 2017 hervorragend CHE-bewertete Bachelor-Studiengang „Betriebswirtschaft“ am Fachbereich Wirtschaft zeichnet er sich durch einen starken Praxisbezug aus. Studierende kommen in Kontakt mit  verantwortungsbewussten Unternehmen und erhalten dort Jobchancen.

Etwa beim familiengeführten Baustoffunternehmen Rinn aus Heuchelheim, das Beton- und Natursteine produziert. Mit knapp 600 Mitarbeitenden an drei Standorten und einem Umsatz von 70 Millionen Euro stellt sich für Christian Ferber, Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für das Nachhaltigkeitsmanagement, die Frage nach der unternehmerischen  Verantwortung: „Wir setzen uns mit den ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen unseres Handelns auseinander. So nutzen wir unseren Einfluss, um einen Beitrag für eine klimafreundlichere Welt zu leisten“ – etwa mit erneuerbaren Energien durch Photovoltaik und innovativen, CO2-reduzierten Produkten. „Um auch in Zukunft gut aufgestellt zu sein,  brauchen wir mehr Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten, die den Wandel weiter vorantreiben“, so Ferber.

Der von Prof. Dr. Julian Conrads und Prof. Dr. Isabell Lenz geleitete Studiengang pflegt nicht nur Kontakte in die Region, sondern auch in die großen Metropolen: FOND OF aus Köln etwa hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem oftmals problematischen Ruf der Modeindustrie mit Nachhaltigkeit entgegenzuhalten. Als Dachmarke für bekannte Lifestyle- und Kinderbrands sind etwa ihre Rucksäcke von AEVOR, pinqponq und ergobag oder ihre Affenzahn- Kinderschuhe bekannt. „Die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt nach Expertinnen und Experten steigt derzeit rasant“, weiß Nachhaltigkeitsmanagerin Katharina Liefner. Sie erklärt, dass ein Schwerpunkt der Arbeit auf den Lieferketten liege, um menschenwürdige Arbeitsbedingungen  sicherzustellen und ökologische Auswirkungen der Produktion zu minimieren.

„Nachhaltigkeit als Querschnittsthema gewinnt heutzutage in allen Bereichen im Unternehmen an Relevanz – ob bei Finanzen, in der Produktion oder im Marketing“, erklärt Prof. Dr.  Isabell Lenz. Der Ansatz des Studiengangs ist es, neben Nachhaltigkeitsaspekten auch eine profunde betriebswirtschaftliche Basis bei den Studierenden zu legen. „Ein Job im  Nachhaltigkeitsmanagement bietet neben einer spannenden Tätigkeit auch die Chance auf ein gutes Gehalt und hervorragende Karriereaussichten“, weiß Prof. Dr. Julian Conrads – und  das Wissen, einen Beitrag zu leisten für eine lebenswerte Zukunft.

Text: Pressestelle THM

Foto: Andreas Deublein