Veröffentlichungen von Prof. Dr. Christian Leyh: Digitalisierung, datenbasierte Wertschöpfung und Resilienz von Unternehmen
Prof. Dr. Christian Leyh hat im Jahr 2022 zusammen mit Kolleg:innen der Technischen Universität Dresden, der Universität Leipzig der Westsächsischen Hochschule Zwickau, des Fraunhofer-Zentrums für Internationales Management und Wissensökonomie IMW Leipzig und der Friedrich-Alexander-Universität, Nürnberg mehrere spannende Artikel in den Themengebieten der Digitalisierung, der datenbasierten Wertschöpfung und der Resilienz von Unternehmen veröffentlicht:
Artikel: Analysis of Critical Success Factors for Successfully Conducting Digitalization Projects
Referenz: Leyh, C., Köppel, K., Neuschl, S., Pentrack, M. (2022). Analysis of Critical Success Factors for Successfully Conducting Digitalization Projects. In: Ziemba, E., Chmielarz, W. (eds) Information Technology for Management: Business and Social Issues. Lecture Notes in Business Information Processing, Vol. 442, pp. 3-25. Springer, Cham. https://doi.org/10.1007/978-3-030-98997-2_1.
Der Artikel Analysis of Critical Success Factors for Successfully Conducting Digitalization Projects bietet einen Einblick, welche kritischen Erfolgsfaktoren (Critical Success Factors, CSFs) für digitale Transformationsprojekte aus Sicht von Unternehmen als besonders relevant erachtet werden. Ziel der durchgeführten Studie war es, ein praxisorientiertes Ranking von Erfolgsfaktoren zu erhalten, um daraus Ansätze für die weitere Erforschung von CSFs in der digitalen Transformation abzuleiten. Die Studie zeigt, dass vor allem CSFs in den Dimensionen Unternehmensorganisation und Technologie als besonders relevant erachtet werden. So gaben die Unternehmen bei der Frage nach wichtigen CSFs an, dass digitale Transformationsprojekte u.a. eine geeignete Unternehmenskultur, Unterstützung durch das Top-Management und eine einheitliche digitale Unternehmensstrategie/-vision erfordern. Damit trägt dieser Beitrag zur CSF-Forschung im Kontext der digitalen Transformation mit fundiertem Erfahrungs- und Orientierungswissen bei. Dies ermöglicht es, praktische Handlungsempfehlungen und Hilfestellungen für die Gestaltung der digitalen Transformation zu entwickeln.
Artikel: Digitalisierung von KMU – Fragestellungen, Handlungsempfehlungen sowie Implikationen für den Betrieb der IT-Organisation
Referenz: Lindner, D., Leyh, C. (2022). Digitalisierung von KMU – Fragestellungen, Handlungsempfehlungen sowie Implikationen für den Betrieb der IT-Organisation. In: Fröschle, H.P., Oestereich, R., Schmidt, N. (eds) IT-Operations in der Transformation. Edition HMD, pp. 17-36. Springer Vieweg, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-37324-5_2.
Mit Blick auf die aktuelle Literatur ist die Digitalisierung von Unternehmen ein breites Thema und wird in vielerlei Hinsicht diskutiert. Um Forscher*innen und Praktikern*innen diesbezüglich einen Überblick zu geben, werden im Artikel Digitalisierung von KMU – Fragestellungen, Handlungsempfehlungen sowie Implikationen für den Betrieb der IT-Organisation zahlreiche Beiträge aus akademischen Datenbanken analysiert und überblicksartig nach Themenclustern zusammengefasst. Besonderer Fokus wird bei dieser Literaturanalyse vor allem auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gelegt, da diese sich aufgrund geringerer Budgets, kürzerer Entscheidungswege und oft stärkerer Nischenexpertise grundlegend von Großunternehmen unterscheiden. Ziel dabei ist es, Digitalisierungsaspekte im speziellen Kontext von KMU zu diskutieren. Wissenschaftlern:innen sollen auf diese Weise spezifische Fragestellungen geboten sowie für Praktiker:innen Handlungsempfehlungen für eine mögliche Strategieentwicklung und Entscheidungsfindung herausgearbeitet werden. Weiterhin sollen Implikationen für die IT-Organisation abgeleitet werden, die sich vor allem in Betriebsmodellen widerspiegeln.
Artikel: Datenmanagement und Resilienz - Bestandsaufnahme im (sächsischen) Mittelstand während der Covid-19-Krise
Referenz: Schneider, A., Neuschl, S., Leyh, C. (2022). Datenmanagement und Resilienz – Bestandsaufnahme im (sächsischen) Mittelstand während der Covid-19-Krise. In: Posselt, T., Welz, J., Radic, M., Riemer, A. (eds) Resilienz für die Zukunft von Wertschöpfungsnetzwerken – Perspektiven, Werkzeuge und Beispiele aus der angewandten Forschung. pp. 108-123. Fraunhofer Verlag, Stuttgart. ISBN 978-3-8396-1812-7.
Die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) von Wertschöpfungssystemen gegenüber Störfällen aller Art entwickelt sich immer mehr zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Dies zeigt nicht zuletzt auch die Covid-19-Pandemie. Sie verdeutlicht, wie unterschiedlich stark Unternehmen von Krisen betroffen sein können. In Kombination sind jedoch die Themen Resilienz und Datenmanagement noch nicht umfassend erforscht – bzw. erfahren in ihrer kombinierten Betrachtung neuen situationsbedingten Aufschwung, sodass sich hier spannende Forschungs- und Erkenntnispotenziale ergeben. Diese Diskussion aufgreifend – und eingebettet in die eigenen Forschungsarbeiten zum Thema datenbasierter Wertschöpfung der Autor:innen – gibt der Artikel Datenmanagement und Resilienz - Bestandsaufnahme im (sächsischen) Mittelstand während der Covid-19-Krise erste Einblicke, ob und wie Datenmanagement (als ein Aspekt der Digitalisierung) zur Verbesserung der Resilienz eine Rolle spielen kann. Es wird auf den Mittelstand fokussiert, da die unterschiedlichen digitalen Reifegrade zwischen Großunternehmen und KMU ein beständiges Forschungs- und Handlungsfeld darstellen. Darüber hinaus lassen sich mit dem Fokus auf KMU relevante Implikationen ableiten, um KMU in ihrer digitalen Wachstumsphase zu unterstützen. Die zentrale Forschungsfrage dieses Beitrags lautet dabei wie folgt: Welche Rolle spielt Datenmanagement bei klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) für ihre Resilienz im Kontext der Covid-19-Krise? Mit der Darstellung und Diskussion ausgewählter Ergebnisse einer explorativen Interviewstudie mit Vertreter:innen aus der KMU-Praxis werden erste empirische Antworten auf diese Frage gegeben.
Artikel: Zukunfts- und Wertschöpfungslabor DataLab WestSax – Ein regionaler Katalysator für datenbasierte Wertschöpfungsprozesse
Referenz: Leyh, C., Kusturica, W., Neuschl, S., Laroque, C. (2022). Zukunfts- und Wertschöpfungslabor DataLab WestSax - Ein regionaler Katalysator für datenbasierte Wertschöpfungsprozesse. In: Industrie 4.0 Management, Vol. 38, No. 6, pp. 37-41. https://doi.org/10.30844/IM_22-6_37-41.
Neue Wertschöpfungsprozesse und Geschäftsmodelle, die durch umfangreiche Datennutzung und überbetriebliches Datenteilen geprägt sind, werden für Unternehmen immer wichtiger. Viele Barrieren und Hemmnisse verlangsamen jedoch vor allem für den Mittelstand den Weg zu einer datenbasierten Wertschöpfung. Den Unternehmen fehlt es an konkreten Datennutzungs- und Umsetzungsideen und/oder an Digitalisierungs- und Datenanalysekompetenzen. Dadurch bestehen ungenutzte Wertschöpfungspotenziale in Unternehmen – selbst wenn bereits Daten vorhanden sind. Mit dem Artikel Zukunfts- und Wertschöpfungslabor DataLab WestSax – Ein regionaler Katalysator für datenbasierte Wertschöpfungsprozesse werden durch die Beschreibung eines Reallabors mit Realexperimenten Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen aufgezeigt, um den eigenen „Datenschatz“ zu identifizieren und zu heben.