Förderung von Nachhaltigkeitskompetenzen durch studentische Mitgestaltung
Laufzeit:
Kurzbeschreibung
Bei der FutureScape Conference handelt es sich um ein projektbasiertes Lehrformat, in dem Studierende eigenverantwortlich Challenges von der Idee bis zur Präsentation in einer Konferenz zu Zukunfts- und Nachhaltigkeitsthemen konzipieren und umsetzen können. Im Sinne des Challenge-Based-Learning befassen sie sich mit aktuellen, gesellschaftlich relevanten Fragestellungen und entwickeln daraus praxisnahe Lösungsansätze.
Teilnehmende Studierende setzen sich aktiv mit Megatrends wie Nachhaltigkeit sowie den dafür notwendigen Transformationsprozessen auseinander. Sie sind eingeladen, sich in Bezug auf die Sustainable Development Goals (SDGs) ihre persönliche Herausforderung zu definieren, diese praxisorientiert zu erforschen und ihre Ergebnisse schließlich im Rahmen einer Konferenz zu präsentieren.
Die Bearbeitung der Challenges wird begleitet durch inhaltliche Impulse von Lehrenden, Coaching der Projektteams sowie durch praktische Unterstützung im MakerSpace OPENA5, wo sie ihre Ideen in Form von Prototypen oder Mock-Ups weiterentwickeln und konkret gestalten können.
Das Modul ist zudem in die Ringvorlesung „Verantwortung Zukunft“ integriert und greift deren Inhalte auf, wodurch die Studierenden erneut gezielt Einblicke in aktuelle Nachhaltigkeitsdiskurse und transdisziplinäre Lösungsansätze erhalten.
Das zentrale Ziel des Projekts liegt in der Entwicklung anwendungsorientierter Nachhaltigkeitskompetenzen. Die Studierenden sollen demnach dazu befähigt werden, als Change Agents zur gesellschaftlichen Transformation hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beizutragen. Das Modul wird im Rahmen des neuen Masterstudiengangs Sustainability Transformation in Engineering and Management (STEM) entwickelt.
Forschungsfragen
Die zentralen Forschungsfragen lauten:
- Wie können Studierende durch Challenge-Based-Learning dazu befähigt werden, nachhaltige Transformationsprozesse aktiv mitzugestalten?
- Welche Formate und Rahmenbedingungen fördern die Entwicklung praxisorientierter Nachhaltigkeitskompetenzen in inter- und transdisziplinären Teams?
- Inwiefern kann eine selbstorganisierte Studierendenkonferenz als Lern- und Gestaltungsraum zur Entwicklung von Lösungsansätzen für globale Nachhaltigkeitsherausforderungen beitragen?
- Wie lassen sich kreative und technische Lernräume wie das MakerSpace OPENA5 sinnvoll in hochschulische Lehrformate integrieren, um Innovationen und Problemlösefähigkeiten zu fördern?
- Wie wirkt sich die Verbindung von wissenschaftlicher Arbeit, praktischer Umsetzung und öffentlicher Präsentation auf die Selbstwirksamkeit und Motivation der Studierenden aus?
Zielsetzung
Zielsetzung
Auf Basis dieser übergeordneten Zielsetzung werden in den einzelnen Arbeitspaketen folgende operative Ziele verfolgt:
Ziel 1 - Entwicklung eines interdisziplinären Moduls:
Das Modul baut auf der Nachhaltigkeitsstrategie der Hochschule auf und zielt auf die Ausbildung von Change Agents und die Entwicklung praxisorientierter Kompetenzen. Durch die „FutureScape Conference“ und das Challenge-Based-Learning setzen sich Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen interdisziplinär mit den Megatrends des 21. Jahrhunderts mit Fokus auf Nachhaltigkeit und der dafür notwendigen Transformation auseinander.
Ziel 2 - Weiterentwicklung physischer Lernräume:
Im Rahmen des Projektes erfolgt eine Weiterentwicklung des vorhandenen THM MakerSpace Friedberg „OPENA5“, insbesondere hinsichtlich der Lerninfrastruktur für die Challenges und Studierendenkonferenz. Dies erfolgt in engem Austausch mit den kooperierenden Laboren der verschiedenen Fachbereiche.
Ziel 3 - Pilotierung und Evaluation:
Das Modul wird in einem Pilotprojekt und zwei weiteren Durchgängen erprobt. Mithilfe qualitativer und quantitativer Lehrentwicklungswerkzeuge (Lehrevaluation, dialogische Evaluation, Co-Creation-Workshops und ggf. weitere) wird es stetig verbessert und angepasst.
Ziel 4 - Integration in bestehende Curricula:
Die Pilotierung und Evaluation ist im Rahmen des Challenge-Based-Learning im Masterstudiengang STEM (Beginn WS2025/26) vorgesehen.
Projektbeteiligte
Projektleitung:
- Prof. Dipl.-Ing. Holger Rohn
Projektmitarbeitende:
- Lena Oestreich, M.Sc.
- Ramona Röll, B.Sc.
- Varshini Barallu Manjunath
- Rohith Joy
Auftraggeber / Förderer: